Gödde will Zusammenhalt innerhalb der Stadt festigen

Jahresempfang der Presse 2015
Jahresempfang der Presse 2015
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ganz im Zeichen des 40. Jahrestags der kommunalen Neuordnung stand der Jahresempfang der Warsteiner Zeitungen. Rund 600 Gäste waren am Samstag in die Möhnetalhalle gekommen.

Allagen..  „Warstein lebt von seiner unglaublichen Vielfalt“, hielt Bürgermeister Manfred Gödde fest, als er am Samstag den inzwischen siebten Presse-Neujahrsempfang eröffnete. Und die Vielfalt des Stadtgebiets war es auch, die das Programm in der Allagener Möhnetalhalle prägen sollte: Zum 40-jährigen Jubiläum der Stadt Warstein präsentierten sich unterschiedliche Generationen und die verschiedenen Ortsteile den rund 600 Gästen – als Vertreter einer gemeinsamen Stadt.

„Wenn wir hier heute nach Hause gehen, müssen wir sagen: Wir sind eins, wir sind Warsteiner“, sagte Manfred Gödde im Gespräch mit den Vertretern der heimischen Presse, Anna Gemünd (WESTFALENPOST) und Reinhold Großelohmann (Anzeiger), die durch das Programm führten. Der 40. Jahrestag der kommunalen Neuordnung solle dafür genutzt werden, den Zusammenhalt innerhalb der Stadt zu festigen, appellierte Gödde: „Wir werden 2015 weiter daran arbeiten, die Stadt mit Optimismus aufzubauen.“ Ob er selbst daran auch nach der Wahl im September noch als Bürgermeister mitwirken möchte, ließ er offen und kündigte eine Stellungnahme dazu noch in diesem Monat an.

Nachdem im vergangenen Jahr im Nachhall der Legionellen-Krise spontan noch einmal Warstein den Vorzug erhalten hatte, Gastgeber für den Neujahrsempfang zu sein, war nun Allagen an der Reihe – für die Sänger des MGV „Cäcilia“ ein echtes Heimspiel. Im Wechsel mit der Schülerband von Haupt- und Realschule gestalteten sie das Programm musikalisch.

Netz zwischen den Kirchtürmen

Neben einem Blick auf die bisherige Entwicklung der Stadt Warstein stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Zukunft der neun Ortschaften gestaltet werden könne. In fast allen Ortsteilen haben sich Dorfkonferenzen gebildet, um auf neue Herausforderungen einzugehen. „Wir wollten die schlechte Stimmung umdrehen und alle Kräfte im Ort bündeln“, beschrieb etwa Siegfried Kutscher vom Initiativkreis Allagen/Niederbergheim die Motivation. „Es wird immer schwieriger“, beschrieb Dieter Bräutigam, Vorsitzender des Hirschberger Vereinsrings, die Folgen der demografischen Entwicklung, „wir haben noch acht oder neun Schüler in einem Jahrgang, die sich auf 18 Vereine verteilen.“

Trotz alledem seien die Bürger das entscheidende Potenzial der einzelnen Ortschaften, waren die Vertreter der Initiativen überzeugt. Die Einwohner über einzelne Projekte zum Mitmachen zu bewegen, haben sich die Gruppen in Belecke und im Kirchspiel Mülheim-Sichtigvor-Waldhausen vorgenommen, wie Anja Werthmann und Rudolf Zölzer gleichermaßen betonten. „Unser oberster Maßstab ist, die Einwohner zu integrieren, damit alle mitreden“, sagte Ludger Nolte von der Suttroper Dorfkonferenz, „und dann können wir auch über den Tellerrand hinaus auf die ganze Stadt Warstein schauen.“ Als „Netz zwischen den Kirchtürmen“ wollen sich die Initiativen verstehen, für das eine gemeinsame Kaminrunde mit Vertretern aller Ortsteile die Grundlage schaffen soll.

„Nur so können wir eine wirklich gemeinsame Stadt schaffen“, sagte Siegfried Kutscher, „von unten nach oben und nicht von oben nach unten.“