Gerüchteküche an Schulen
22.09.2008 | 16:26 Uhr 2008-09-22T16:26:00+0200Polizei musste gehäuft Beobachtungen von Eltern an Schulen nachgehen - selbst der "Schwarze Mann" tauchte wieder auf
Lippstadt. Nicht alles, was besorgte Eltern beobachten, stellt sich auch als gefährlich heraus. So musste die Polizei in Lippstadt und Anröchte seit Schulbeginn nach den Sommerferien gehäuft Hinweisen über ungewöhnliche Vorgänge an Schulen und auf den Schulwegen von Grundschulkindern intensiv nachgehen — die sich durchweg alle als harmlos herausstellten.
Vieles waren mehrfach weiter und verändert erzählte Gerüchte, ohne Hintergründe zu kennen. Die Polizei rät, dass sich Eltern direkt vertrauensvoll an sie wenden sollten, um Gerüchten vorzubeugen. So erwies sich ein gefährlicher „Schwarzer Mann”, der Kinder bedrohen würde, als dunkelhäutiger Bauarbeiter, der im Schulbereich Bauarbeiten durchführte. Ein Mann, der aus einem Pkw Kinder fotografiert und angesprochen haben sollte, war ein freundlicher Nachbar, der ihm bekannte Kinder auf dem Schulweg begrüßt habe. In einem anderen Fall wurde ein maskierter Mann in Büschen an einer Schule gesehen, der ebenfalls für Aufsehen sorgte: Es war ein Gärtner mit Schutzausrüstung und Schutzbrille. Misstrauen erregte die nett gemeinte Geste eines Lehrers, der von einem Schulausflug Süßigkeiten übrig hatte und diese an die Kinder einer anderen Schule verteilte, ebenso wie ein blaues Auto, das an verschiedenen Schulen und Spielplätzen beobachtet wurde: Ein Filmteam, das einen Werbefilm über die Lippstadt dreht.
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