Gemeinsames Schützenfest in Rüthen „total genial“

Rüthen feiert seine Schützenkönigspaare: Beim gemeinsamen Umzug von Bürger- und Jungschützen präsentieren sich hier Jörg und Nadine Farke als Königspaar der Bürgerschützen.
Rüthen feiert seine Schützenkönigspaare: Beim gemeinsamen Umzug von Bürger- und Jungschützen präsentieren sich hier Jörg und Nadine Farke als Königspaar der Bürgerschützen.
Foto: Armin Obalski
Was wir bereits wissen
Die Blumendekoration ist abgeräumt, die Fahnen werden eingerollt. Schon ist das erste gemeinsame Fest von Bürger- und Jungschützen wieder Vergangenheit. Zeit für eine Rückschau mit den beiden Vorsitzenden Heiner Fahle und Sebastian Becker.

Rüthen.. „Dieses Fest wird allen in bester Erinnerung bleiben“, sind sich der Oberst der Bürgerschützen und sein Kollege von den Jungschützen einig. „Total genial“, nennt Fahle die Festtage.

Drei Tage lang haben beide Schützenvereine zusammen gefeiert. Jedes Königspaar hatte mit seinem Gefolge einen eigenen Thron in der Stadthalle. Doch eine – wenn auch unsichtbare – Trennlinie zwischen Jung- und Bürgerschützen habe es nicht gegen, berichtet Fahle am Tag danach. „Alle haben in einem Pulk gefeiert.“ Bestes Beispiel für die Gemeinsamkeit: Bekam das eine Königspaar ein Ständchen gebracht, war das andere mit von der Partie. Außerdem waren Vorstandsmitglieder der Jungschützen im Hofstaat der Bürgerschützen vertreten, allen voran Oberst Sebastian Becker.

Und die Gemeinsamkeit zeigte sich nicht nur bei den offiziellen Repräsentanten. Auch die Schützenbrüder und die Bevölkerung feierten in größter Einigkeit. „Selbst die größten Kritiker der Zusammenlegung sind verstummt“, stellt Fahle fest. „Ich könnte auch nicht verstehen, wenn gemeckert würde“, sagt der oberste Bürgerschütze. An ein „kleines Kreisschützenfest“ fühlte er sich angesichts der Zahl der Besucher und der mitwirkenden Musikkapellen und Spielmannszüge – maximal waren es sechs – erinnert.

Platz für alle

Kein Problem war selbst die oft gestellte Platzfrage in der Stadthalle, die bisher jeder der beiden Schützenvereine für sich hatte. Auch wenn man von den Gästen, darunter viele aus der Nachbarschaft, geradezu überrannt worden sei, habe man „eng aber gemütlich“ feiern können, beurteilt Sebastian Becker die Situation nach den Umzügen und zu späterer Stunde. Anders als in den Vorjahren war auch spätnachts – oder besser frühmorgens – noch viel los an Tischen, Theken und auf der Tanzfläche. „Normal wird um 2 Uhr die Halle abgeschlossen und die letzten Gäste werden nach Hause geschickt; jetzt standen sie noch in Dreierreihen vor der Theke“, freut sich Heiner Fahle – auch wenn er dadurch erst um 4 Uhr „Feierabend“ machen konnte. Gut angekommen ist nach Meinung beider Vorsitzender die Entscheidung Samstagabend Party mit der Band „Habanera“ zu machen. „Das werden wir auf jeden Fall beibehalten.“

Gleiches gilt auch für den Zapfenstreich auf dem Marktplatz. „Wegen der Größenordnung ist eine Rückkehr zum Alten Rathaus auch gar nicht möglich“, betont Heiner Fahle. Stand dieses jetzt wegen der Sanierung der Hachtorstraße nicht zu Verfügung, werden von dort jedoch künftig wieder die Königspaare abgeholt.

Was es zu verbessern gilt? „Kleinigkeiten“, sagen Becker und Fahle unisono. Etwa müsse das Bedienungspersonal aufgestockt werden und eine größere Würstchenbude her. „Sonst hat alles top geklappt.“