Gelbe Karte in der Pflege
29.03.2011 | 13:00 Uhr 2011-03-29T13:00:00+0200
Kreis Soest.Faire Vergütung für qualifizierte Arbeit: Von dieser Forderung lassen die ambulanten Pflegedienste im Kreis Soest nicht ab. Mit einer Plakataktion machen sie derzeit auf ihre Aktion „Gelbe Karte“ aufmerksam.
Auch die Autos, mit denen die Mitarbeiter zu den Patienten fahren, tragen die „Gelbe Karte“. Damit informieren sie über die Tatsache, dass angesichts der ständig steigenden Benzinpreise die Rahmenbedingungen für die qualifizierte Krankenpflege verbessert werden müssen.
Zwischen 8,92 und 15,95 Euro liegt der Stundensatz, für den neben Fahrtkosten und –zeiten auch die fachgerechte und qualifizierte Durchführung der Behandlungspflege, die Dokumentation und Beratung vor Ort zu erledigen sind. Dazu kommt noch die Kommunikation mit dem Arzt, die Anleitung von Krankenpflegeschülern und der 24-Stunden-Bereitschaftsdienst.
AOK, BKK und LKK allerdings weichen den Gesprächen aus und gefährden damit die Versorgung ihrer Mitglieder im Kreis Soest. So ließ die AOK die Vertretung der ambulanten Pflegedienste im Kreis Soest jetzt wissen, dass sie keine Basis für weitere Verhandlung sehe und nur noch schriftlich kommunizieren will.
An anderer Stelle allerdings wird die Aktion positiv wahrgenommen: Der WDR hat jetzt in Geseke die Pflegedienste Homecare, Haus Maria und Caritas besucht. Dort wurde zusammen dargelegt, wie groß im Kreis Soest mit seinen ländlichen Strukturen die Kluft zwischen erbrachter Leistung und aktueller Vergütung ist. Danach ist der WDR noch zu einem Einsatz aufs Land mitgefahren Der Bericht wurde in der Aktuellen Stunde-Lokalzeit vom Landesstudio Siegen gezeigt.
Die Vertretung der ambulanten Pflegedienste im Kreis Soest, auf deren Mitarbeiter täglich mehrerer tausend Patienten angewiesen sind, hofft, dass sie in Kürze wieder zusammensitzen und mit den Krankenkassen weiterverhandeln kann.
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