Geglückter Start
20.05.2009 | 19:00 Uhr 2009-05-20T19:00:00+0200Verbund zwischen Rüthener und Kallenhardter Grundschulen: Keine Klagen, keine Beschwerden, keine Krisen
Rüthen / Kallenhardt. Das Ziel sei, „einfach gute Schule zu machen”, so definiert es Schulleiterin Annegret Retaiski: Ein dreiviertel Jahr nach dem Start funktioniere der Schulverbund zwischen der Kallenhardter und der Rüthener Grundschule, der erste im Kreisgebiet.
Retaiski gab im städtischen Schulausschuss einen ersten, positiven Erfahrungsbericht. In den Mittelpunkt stellte sie dabei mit vielen Details die hinzugekommene, die Kallenhardter Schule. Bislang habe es keine Klagen, keine Beschwerden, keine Krise gegeben. Eine Krise komme wohl auch erst, wenn in Kallenhardt eine Klassenbildung nicht mehr möglich sei — absehbar aber ist dies nicht.
Der gute Start sei „Eltern aus beiden Orten zu verdanken, die guten Willen hatten”, sowie den Teilkollegien. Hauptsorge sei in Rüthen gewesen, dass die Kinder nach Kallenhardt gefahren werden müssten: Diese Sorge wurde aber ausgeräumt, weil die Ostervelde-Schule eine katholische Bekenntnisschule ist. Auch Vertretungsprobleme, wenn Lehrerinnen krank wurden, sind bislang gelöst worden.
Organisatorisch sind die Schulen zueinander geführt worden. Dreimal in der Woche finden in Kallenhardt feste Sprechstunden für Eltern statt, ein Elternvertreter aus Kallenhardt gehört auch der Schulkonferenz an, für die Anmeldung der Schulanfänger gibt es in Kallenhardt einen eigenen Termin, ebenso einen Infoabend für die Eltern der Anfänger. Das Sekretariat befindet sich in Rüthen.
Es gibt Angleichungen: Bei den Leistungsbewertungen will man auf ein Niveau kommen, ebenso bei den bislang unterschiedlichen Schulbüchern. Hinbewegen will man sich auf ein gemeinsames Schulprogramm; das der Nikolausschule werde derzeit aktualisiert, so Retaiski. Sie lehnte die Bitte von Fritz Henneböhl (SPD) ab, dieses dann an den Ausschuss weiterzuleiten — und bekam Unterstützung durch den Vorsitzenden Georg Eickhoff (CDU): Ein Schulprogramm geht die Politiker nichts an, es fällt unter die schulinternen Angelegenheiten. Die Stadt als Schulträger darf sich nur in organisatorische Fragen einmischen.
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