Gefallen an Papas Platten gefunden

Ob ich und meine Eltern einen gemeinsamen Musikgeschmack haben? Da schießt mir sofort ein überdeutliches ,,NEIN“ durch den Kopf, schon alleine weil jegliche Phasen meines Musikgeschmacks offenbar großes Leiden bei meinen Eltern verursacht haben. „Das macht einen ja aggressiv“ oder ,,Du und deine Gangster-Musik“ gehörten zum alltäglichen Repertoire an Meinungen – egal, welche Musik ich höre.


Auch heute sind diese Sätze immer noch zu hören, wenn ich meine Musik aufdrehe. Es scheint nicht mal an der Musik zu liegen, sondern einfach daran, dass ich die einzige bin, die unsere Wohnung beschallt.


Dennoch kann ich die strikte Ablehnung meiner Lieblingsmusik durch meine Eltern so nicht erwidern. Die CDs von Wolle Petry, die offenbar schon vor meiner Geburt bei uns im CD-Ständer lagen, haben mich zu einem textsicheren Partygast gemacht. Die richtige Tonlage ist da gar nicht mehr so wichtig.


Ebenso hat mich auch die gute alte Helene Fischer für das Genre des Schlagers begeistern können – auch über das totgehörte ,,Atemlos“ hinaus. Und wenn ich genau überlege, hat mir die Schallplatte, die ich neulich meinem Papa zum Geburtstag geschenkt habe, auch ganz gut gefallen...


Vielleicht also ist unser Musikgeschmack am Ende doch gar nicht so verschieden.