Gefälschte Führerscheine aus Rumänien

Warstein..  Das Warsteiner Amtgericht befasste sich gestern mit einem Fall, der vermutlich größer ist als ursprünglich gedacht. Waren zunächst zwei Fälle wegen Fahrens ohne gültige Erlaubnis angesetzt, vermuteten Staatsanwalt und Richterin später einen Zusammenhang beider mit dem illegalen Handel gefälschter rümänischer Führerscheine.

Der erste Angeklagte, ein 34-jähriger Mann aus Warstein, zeigte bei einer Kontrolle im Februar 2014 einen gefälschten Führerschein. Den habe er in Rümänien gemacht – für rund 1300 Euro in bar. Von der Fälschung habe er nichts gewusst. „Ich wurde über den Tisch gezogen“, versuchte er sich zu verteidigen. Eine Quittung konnte er auf Nachfrage der Staatsanwaltschaft nicht nachweisen. Auch die Kontaktleute wollte er nicht nennen. Vor kurzem erst habe die Polizei seine Wohnung durchsucht, da jemand in einem anderen Verfahren behauptet habe, er besorge die gefälschten Führerscheine. Das sei aber nicht wahr. Das Verfahren wurde zur weiteren Prüfung ausgesetzt.

Beide nennen keine Kontaktleute

Der zweite Angeklagte, ein 28-jähriger Warsteiner, hat sich ebenfalls einen gefälschten Führerschein in Rümänien besorgt – woher, wollte er nicht sagen. „Ich will noch ruhig leben können.“ Unterlagen, die ihn entlasten würden, habe sein Anwalt. Der sei aber nicht da, weil er ihn nicht bezahlen könne. Die Richterin will nun zuerst besagte Unterlagen einsehen. Die beiden Angeklagten kannten sich untereinander.