Gebot zu gering für ehemaliges Gasthaus am Bahnhofsberg

Rüthen..  Noch immer hat das frühere Gasthaus an der Ecke Bahnhofsberg/Harringhuser Straße (ehemals PS-Pub, zuletzt Pizzeria Valentin) keinen neuen Eigentümer. Doch in das Verfahren zur Zwangsversteigerung kam am Freitagmorgen beim inzwischen vierten Termin wenigstens etwas Bewegung.

Nachdem es bisher kein Gebot gegeben hatte, unterbreitete ein Interessent eine Offerte über 15 000 Euro. Zu wenig aber für einen Zuschlag durch die zuständige Rechtspflegerin am Amtsgericht Warstein. Dafür hätten wenigstens 35 000 Euro geboten werden müssen. Zusammen mit der einzigen eingetragenen Grundschuld, die auch der neue Eigentümer bezahlen muss, ergibt sich daraus die Hälfte des Verkehrswertes. Dieser ist gutachterlich mit 120 000 Euro angesetzt.

Gerichtskosten und Grundsteuern

Bis zur Abgabe irgendeines Gebotes, welches die aufzubringende Mindestsumme von knapp 13 000 Euro für Gerichtskosten und ausstehenden Grundsteuerzahlungen an die Stadt übersteigt, galten noch die Fünf- bzw. Sieben-Zehntel-Grenzen. Unter 60 000 Euro durfte das Gericht den Zuschlag nicht erteilen, bei weniger als 84 000 Euro nur mit Zustimmung des die Zwangsversteigerung betreibenden Gläubigers, in diesem Fall die Volksbank Anröchte.

Nun aber hat der einzige Bieter erreicht, dass diese Wertgrenzen außer Kraft gesetzt sind. Bei einem seitens des Gerichts neu anzuberaumenden Termin könnten jene 15 000 Euro ausreichen, wobei die Grundschuld weiterhin zusätzlich zu begleichen wäre. Allerdings liegt es im Ermessen der Bank, ob sie sich auf so ein geringes Gebot einlässt. Das Gebäude wird im Juli erneut aufgerufen.