GBK tauft drei neue Senatoren

Neuaufgenommene Kandidaten mit Vorstand
Neuaufgenommene Kandidaten mit Vorstand
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Mit der Senatorentaufe haben die Belecker Karnevalisten die fünfte Jahreszeit endgültig eingeläutet. Siegfried Günsche, Franz-Josef Schiermeister und Adalbert Friederizi wurden neu aufgenommen.

Belecke..  Traditionell beginnt der Veranstaltungsreigen beim Karneval der Großen Belecker Karnevalsgesellschaft mit der Senatorentaufe: So auch am vergangenen Samstagabend. Senatspräsident Hans-Josef Wessel freute sich um Punkt 20.11 Uhr, die Karnevalisten im „noch nie so voll gesehenen Festsaal“ im Gasthof Hoppe mit einem dreifachen „Belecke Helau“ begrüßen zu können.

Besonders begrüßt durch Wessel wurde die Belecker Ortsvorsteherin Elke Bertling, die Ehrenpräsidenten Bernd-Ulrich Lohmann und Hans-Jürgen Raulf, Ehrensenatspräsident Dr. Klaus Gorboth, Präsident Bernd Hoppe und Vizepräsident Thorsten Koch vom GBK-Präsidium, Sitzungspräsident Tim Raulf sowie Senats-Vizepräsident Ulrich Hoppe. Jens Bollmann, neu im Kreis des Elferrats, machte noch einmal das Vorverkaufsangebot des Belecker Buchprojektes „Unsere Welt ist Karneval“, das sich sowohl um das Karnevalsgeschehen seit 1905 in Belecke als auch um das 50-jährige Bestehen der JuKa dreht, bekannt; auch Gutscheine für das Buch konnten die Gäste des Senatorenabends gewinnen.

Vorfreude auf die Prunksitzung

Nach einem Rückblick auf die Senatorentaufe des vergangenen Jahres in Form einer Fotopräsentation, folgte die Vorstellung des Sessionsmottos. „Rabatz, Klamauk und Zauberei, Vorhang auf, Manege frei“ – der Belecker Karneval werde in diesem Jahr wie ein Zirkus sein, verspricht das Motto, das sich Elferrat und Präsidium überlegt haben. Bunte Kostüme seien daher ein Muss.

„Wir können unter diesem Motto sicher gespannt sein, was bei der Prunksitzung geboten wird“, verspricht Präsident Bernd Hoppe ein facettenreiches Programm. Das Bühnenbild für die Sitzung sei bereits von Theo Sprenger und einigen Helferinnen aus den Tanzgarden entwickelt und gestaltet worden, so dass einem stimmungsvollen Karnevalsabend am 24. Januar, für den der Kartenvorverkauf in der nächsten Woche startet, nichts mehr im Wege stehe.

„Ein Zirkus lebt vom Tempo und Musikstücke können dies wunderbar zusammenfassen“, betonte Senatspräsident Wessel und lud Eva Schulte am Xylophon im Duett mit Hubert Raulf, erneut am Akkordeon, in den Saal ein, um die Karnevalisten mit dem Musikstück „Zirkus Renz“ noch ein wenig mehr auf den Geschmack des Sessionsmottos kommen zu lassen.

Zum Hauptanlass des Abends kam es mit der Vorstellung der Kandidaten, die Mitglieder im Kreis der Senatoren werden wollten. „Es bedarf einer gehörigen Portion Mut, sich dieser Aufgabe zu stellen“, waren sich alle Anwesenden schmunzelnd sicher, daher habe jeder so genannte „Senator“ immer jemanden im Rücken, der ihn unterstütze – so waren jedem der drei Kandidaten zwei Laudatoren, Mitglieder des Senats, „die etliches über die Kandidaten wissen“, zugeteilt, die ihre Schützlinge den anderen Karnevalisten bestmöglich vorstellen sollten.

Verdienste der „Neuen“ gewürdigt

Mit viel Humor gingen die Laudatoren an die Aufgabe heran und so schien es, als wüssten diese bald mehr über die Kandidaten als diese über sich selbst: Die Zwillingsbrüder Hermann und Rolf Jesse beispielsweise analysierten unter anderem die Namensbedeutung ihres Senatskandidaten, Siegfried Günsche, und reihten das Ergebnis, „Sieg und Frieden“, in ihr Laudatio ein – schließlich müsse es sich hierbei um eine feierliche Rede halten, in der jemandes Leistungen und Verdienste gewürdigt werden, um ihn als Kandidat attraktiv zu machen.

Viel mehr als der zweite Kandidat Franz-Josef Schiermeister könne man in Belecke nicht erreichen, waren sich dessen Laudatoren Thomas Schöne und Hubert Blecke sicher, was sie in ihren Ausführungen vom Träger des Bürgerpreises über den Musiker mit Leib und Seele bestätigten. Und auch Adalbert Friederizi wurde von Hans-Jürgen Raulf und Edelbert Schäfer im Stil der Fernsehsendung „Dalli dalli“ mit aneinandergereihten Schlagworten wie „Sportskanone“ und „Weinbrand mit Sahne“ stilecht vorgestellt. In einer dreiteiligen Aufnahmeprüfung mussten sich die Kandidaten anschließend beweisen, so ging es beispielsweise um ein Künstlerquiz zur GBK-Geschichte oder darum, in das Chaos des Programms des Senatorenabends Ordnung zu bringen und ein eigenes zu entwickeln.

Offene Abstimmung

Mit einer offenen Abstimmung aller Anwesenden wurden die Neusenatoren anschließend einstimmig aufgenommen, getauft und bekamen die lang ersehnte Senatorenmütze zusammen mit einer Urkunde überreicht, mussten sie doch schließlich als Einzige den ganzen Abend ohne das besondere Erkennungszeichen der Karnevalisten unter ihren zukünftigen Artgenossen ausharren.

Mit einer letzten Schunkelrunde klang der Senatorenabend gemütlich aus. Schon jetzt fiebern die Karnevalisten der „heißen Phase“ des Karnevals entgegen, die nun mit der Senatorentaufe offiziell eingeläutet wurde.