Für das Siegerpaar lief Soester Silvesterlauf wie aus einem Guss

Küsschen bei der Siegerehrung: Für das Liebespaar Thorben Dietz und Annika Gommel, beide aus dem Ruhrgebiet, lief der Silvesterlauf von Werl nach Soest wie aus einem Guss.
Küsschen bei der Siegerehrung: Für das Liebespaar Thorben Dietz und Annika Gommel, beide aus dem Ruhrgebiet, lief der Silvesterlauf von Werl nach Soest wie aus einem Guss.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Seit einem halben Jahr sind sie ein Liebespaar – und gemeinsam gewannen sie nun den 33. Silvesterlauf von Werl nach Soest: Thorben Dietz aus Essen und Annika Gomell. Wir sprachen mit dem Siegerpärchen nach dem Rennen.

Soest.. Thorben Dietz (LG Dorsten) entschied das Traditionsrennen über 15 Kilometer in 46:06 Minuten für sich, Annika Gomell (USC Bochum) lief in 53:51 Minuten als beste Frau ins Ziel. Händchen haltend nahmen sich die 23-jährige Studentin und der 25-jährige angehende Lehrer auf dem Soester Marktplatz Zeit für ein Sieger-Interview.

Herr Dietz, wie sehr überrascht Sie ihr deutlicher Vorsprung von einer Minute auf den Zweitplatzierten Dominik Fabianowski?

Thorben Dietz: Es lief heute wie aus einem Guss. Vom ersten Meter an hat der Lauf riesigen Spaß gemacht. In jedem kleinen Dorf war eine super Stimmung. Weil meine Beine echt viel hergaben, habe ich mich entschieden, vom ersten Meter an Druck zu machen. Das ist super aufgegangen.

Wieso haben Sie sich für den Klassiker Werl-Soest entschieden, den Sie bei Ihrer Teilnahme 2012 auf Rang zwei beendeten?

Dietz: Es hat mir damals schon riesigen Spaß gemacht, hier dabei zu sein. Annika und ich haben uns einen Silvesterlauf ausgesucht, bei dem wir beide gut starten können. Außerdem passte die 15-Kilometer-Strecke auch super in unser Training.

Frau Gomell, Sie sind das erste Mal gestartet. Wieviel Werbung musste Ihr Freund machen?

Annika Gomell: Das ging eigentlich relativ schnell. Wir wollten auf jeden Fall das Jahr zusammen abschließen und in der Nähe bleiben, weil wir heute Abend mit Freunden zusammen in Bochum feiern. Da hat sich Werl-Soest angeboten. Und 15 Kilometer sind zur Abwechslung eine schöne Strecke.

Laufen Sie die sonst nicht?

Gomell: Ich studiere in den USA Geowissenschaften und habe ein Sportstipendium. Aber ich bin eher auf den Strecken zwischen 3000 und 10 000 Meter zuhause. Anfang Januar ist mein gut dreiwöchiger Weihnachtsbesuch bereits wieder vorbei und deshalb wollten wir unbedingt gemeinsam laufen.

Sind Sie mit Ihrer Zeit zufrieden? Die Zweitplatzierte Rebekka Otterbach (TuS Deutz) kam in 56:50 knapp drei Minuten nach Ihnen ins Ziel.

Gomell: Mein Lauf war klasse. Ich konnte von Anfang an super laufen und es war eine hervorragende Stimmung an der Strecke.

Silvesterlauf Sind Sie mit Ihrer Zeit auch so zufrieden, Herr Dietz?

Dietz: Ich bin sehr zufrieden, obwohl die Zwischenmarken wieder nicht so ganz stimmten. Ich lag laut der Zwischenmarke bei zehn Kilometern bei 30 Minuten – da dachte ich, ich könnte eine 45er Zeit laufen. Jetzt sind es 46 Minuten geworden – das ist auch eine super Zeit. Ein perfekter Jahresabschluss.

Wussten Sie, dass Sie ein Duell mit dem Vorjahressieger Dominik Fabianowski erwartet?

Dietz: Ja, aber es war ja nach drei Kilometern entschieden. Mein Vater hatte im Vorfeld auf die Startliste geschaut und mir gesagt, wer dabei ist. Aber ich wusste, dass ich gut drauf bin.

Mit welchen Zielen gegen Sie in das Jahr 2015, Herr Dietz?

Dietz: Ich würde gerne die zehn Kilometer in 29:30 Minuten laufen und mich bei den deutschen Meisterschaften auf der Bahn unter den ersten Acht platzieren.