Frühstart in die Biberbad-Saison

Die früheste Saisoneröffnung aller Zeiten: Im Biberbad in Rüthen arbeiten die Schwimmeister Lars Kemke und Manfred Müller mit Hochdruck an der bevorstehenden Eröffnung. Am 13. April werden die ersten Gäste erwartet.
Die früheste Saisoneröffnung aller Zeiten: Im Biberbad in Rüthen arbeiten die Schwimmeister Lars Kemke und Manfred Müller mit Hochdruck an der bevorstehenden Eröffnung. Am 13. April werden die ersten Gäste erwartet.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Es ist die früheste Saisoneröffnung aller Zeiten: Am Montag, 13. April, öffnet das Rüthener Biberbad für alle Schwimm-Begeisterten. Warm ist das Wasser mit 25 bis 26 Grad Celsius jetzt schon.

Rüthen.. Es geht aufwärts. Am Freitag soll schon die 20-Grad-Marke geknackt werden. Wärmer ist bereits jetzt das Wasser im Biberbad: 25 bis 26 Grad. Am Montag ist Saisoneröffnung – die früheste aller Zeiten. Es ist der Dreizehnte. Für die Schwimmmeister Lars Kemke und Manfred Müller alles andere als ein Unglücksdatum. Sie rechnen schon alleine aus beruflichen Gründen mit einem Supersommer.

„Wir sind so weit, alles ist bereit, warum sollen wir nicht aufmachen?“, sagt Kemke mit Blick auf die noch frühe Zeit im Jahr. So sieht es auch Bürgermeister Peter Weiken. Er hat außerdem eine gute Nachricht für alle Besucher: Die Eintrittspreise (siehe Infokasten) bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Seit Anfang März bereiten die beiden Schwimmmeister das Bad auf die Saisoneröffnung vor. Noch nie ging dies so schnell wie dieses Mal – und das lag nicht nur an der Hilfe eines Praktikanten und einiger Asylbewerber. Der Winter mit relativ wenigen Tagen strengen Frostes hat ihnen in die Hände gespielt. „Die Fliesenschäden hielten sich in Grenzen, außerdem wird jetzt ein neuer Kleber benutzt, was sich auszahlt“, berichtet Kemke. Auch im Herzstück der Anlage, dem Technikraum, wo für Sicherheit und Sauberkeit gesorgt wird, standen keine größeren Reparaturen an. Dennoch: Gearbeitet habe man im Schneegestöber bei Blitz und Donner, erinnert er an die Wetterkapriolen gerade der vergangenen Woche. Und das sogar auf dem Dach des Eingangs- und Umkleidegebäudes, das er mit dem Hochdruckreiniger von Verschmutzungen befreit.

Beckensauger „Bertha“

Im Becken ist derweil Manfred Müller mit dem Beckensauger, den er Bertha getauft hat, bei der Arbeit, um dort klar Schiff zu machen. Eine Woche dauerte es, um das Becken nach dem Ablassen mit 1000 Kubikmetern Frischwasser zu füllen, eine Woche braucht die Filterung, bis sie wieder auf Normalbetrieb ist. Und eine Woche sorgt die wieder von der Maximilian-Kolbe-Schule hierhin versetzte Holzhackschnitzelheizung dafür, dass das Wasser schon wohlig warm ist.

Für Manfred Müller ist dies aber keine Voraussetzung, um hineinzusteigen. „Ich war schon bei zehn Grad drin“, berichtet er. Das lässt schon beim Zuhören frösteln. Zur Nachahmung möchte er dies daher auch nicht empfehlen.

Im Wasser frieren muss ab Montag keiner. Wenn dies auch außerhalb der Fall wäre, käme dies den Schwimmmeistern sowie den Helfern des DLRG auf die sie wieder bei der Überwachung des Badbetriebes bauen, nur Recht. Obwohl: Trotz des bestenfalls durchwachsen zu nennenden Sommers 2014 kamen immerhin rund 36 000 zahlende Gäste.