Frohe Botschaft am Wassertretbecken

Rüthen..  Wie nun seit einigen Jahren unter den evangelischen Christen ausgemacht, pilgern sie an Christi Himmelfahrt gen Rüthen – aus Warstein, Belecke, Kallenhardt, dem Möhnetal und allen Dörfern kommend – um dort unter den großen Bäumen am Tretbecken im Bibertal den Lobpreis Gottes zu feiern: „Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig. Alle Herrschaft dort im Himmel, hier im irdischen Getümmel ist zu seinem Dienst bereit,“ wie es so treffend heißt. Und gleichzeitig mit dem Anstimmen des Kanons „Der Himmel geht über allen auf“ lugte auch die Sonne aus den dunklen Wolken hervor.

Aus der Verkündigung der Frohen Botschaft durch Pfarrerin Dr. Karin Christiane Saßmann konnten die Zuhörer darin bestätigt werden, dass dieses Geschehen, das mit der Himmelfahrt Christi verbunden ist, nur mit dem Glauben zu verstehen sei, an der Realität kann man es nicht festmachen, wie es der Kindermund ehrlich heraus sagt:

Mit physikalischen Gesetzen - der Weg über die Wolke in den Himmel - ist dieses Wundergeschehen nicht erklärbar.

Wie heißt es im Johannes-Brief: „Vater, ich bitte nicht allein für die, die du mir gegeben hast, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden“. Und nach der Weissagung „Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben“ sangen alle das beinahe zur Himmelfahrtshymne gewordene „Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben. Schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben.“

Dass auch diese schöne, zur Volksweise gewordene Hymne vom Posaunenchor begleitet wurde, versteht sich.

Posaunenchor feiert 60-Jähriges

Sie stellte sich total verjüngt vor, diese kirchliche Musikkapelle, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiern kann – und so stimmte die Gemeinde in das fröhliche „Zum Geburtstag viel Glück“ ein. Ein großes Jubelfest gibt es im Herbst, der Termin wurde bereits auf den 20.September festgelegt. Bis dahin hat Dirigentin Iris Lenze noch viele Lehrstunden abzuhalten bei den Nachwuchsbläsern; der „Mittwoch ist ganz für diese Aufgabe reserviert,“ erzählte sie beim Brunch im und am Gemeindehaus, als sie dort auch ihre Musiker mit Poptiteln und Evergreens zur Unterhaltung aufspielen ließ.