Frauen reisen in die bunte Welt der Musicals

kfd-Karneval Warstein, Welcome to the Musicals: Engelurlaub
kfd-Karneval Warstein, Welcome to the Musicals: Engelurlaub
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Passend zum diesjährigen Motto „Welcome to the Musicals“ brachten die Mitglieder der kfd Warstein ein buntes Programm im LWL-Festsaal und begeisterten ihre Gäste.

Warstein..  17 als Nonnen verkleidete Frauen ziehen von hinten in den LWL-Festsaal ein, eröffnen den Karnevalsnachmittag der kfd überraschend und eindrucksvoll: Passend zum diesjährigen Motto „Welcome to the Musicals“ brachten die Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft St. Petrus und St Pankratius die zahlreichen, nahezu sämtlich verkleideten Gäste gleich zum Einstieg mit zwei Songs aus dem Musical „Sister Act“ in Stimmung und animierten zum Mitklatschen.

„Ich muss erstmal zu Atem kommen“, lachte Heidi Freisen vom Theaterkreis nach der gesanglichen und tänzerischen Einlage und blickte geschminkt als farbige Sängerin, originalgetreu aus Musical und Film, dem Publikum entgegen. Keine Kosten und Mühen hätten sie gescheut, um zur ersten Karnevalsveranstaltung in diesem Jahr zahlreiche „Karnevalsweiber“ in den Festsaal zu locken.

Theater und Musik

New York, Schweden, Hamburg & Co: Die Metropolen der Welt holten die kfd Frauen nach und nach in den Festsaal. Im ersten Theaterstück „Schäbig contra Schäbig“ saß Herr Schäbig vor der Richterin und musste sich für das schlechte Verhalten gegenüber seiner Frau rechtfertigen. Natürlich gab es interessante Entschuldigungen.

„Engelurlaub“ beantragten sieben Engel in weißen Gewändern und mit goldgelbem Haar – zur Hochburg des Karnevals an den Rhein wollten sie, mit der Sonne in den Süden auf die Insel Hawaii fliegen – oder nach Paris, in die Stadt der Liebe: Doch gegen jeden Vorschlag hatte irgendjemand aus der Gruppe etwas einzuwenden, gab es doch schließlich genügend Lieder wie etwa „Es gibt kein Bier auf Hawaii...“, die gegen die Urlaubsziele sprachen. Willi Biermann sorgte dabei mit seinem Akkordeon für musikalische Unterstützung des Engelgesangs. Als schließlich der Wunsch nach einem Besuch auf der Reeperbahn in Hamburg geäußert wurde, wurde es Petrus zu heikel: Das sei viel zu gefährlich! Wenn sie die Reise dorthin wagen würden, kämen sie nicht mehr durch das Himmelstor zurück. Doch auch dafür hatten die Engel und Willi Biermann eine Lösung: „Wir müssen erst den Himmel durch die Lasche ziehen... und schon geht die Himmelstore auf“ sangen sie nach der bekannten Melodie von Mike Krüger. Das Publikum stimmte begeistert mit ein.

Nach einer Imbisspause wurden die Zuschauer in das Wohnzimmer von Hilde und ihrem Freund entführt, wo Hilde beim Ansehen eines Fußballspiels deutliche Unwissenheit bewies: Auf Kommentare ihrerseits zu dem Verhalten ihres fußballbegeisterten Mannes wie „Warum klatscht du, ist dir kalt?“ oder „Wieso wurde der Ball freigegeben, war der etwa in Gefangenschaft?“, wusste dieser nur seine Hilfe anzubieten, wenn sie noch weitere Fragen zum Verlauf eines Fußballspieles habe – denn er sei ein Profi und kenne alle Regeln. „Wie viele Löcher hat denn das Tornetz?“, fragte Hilde prompt und so war es an ihrem Freund, in Verlegenheit zu geraten.

VIP-Gast mit Küchenschürze

Der angekündigte „VIP-Gast“,entpuppte sich als Pastor Daniel Maiworm mit Küchenschürze und Kochmütze, der den Saal mit dem Löffelpolka zum Kochen brachte: Von einer Zugabe blieb dieser nicht verschont, kein Auge blieb bei seiner Performance auf der Bühne trocken – begeistert waren alle von der Melodie, die er so leichthändig mit den beiden Löffeln erzeugte und so sah man später bereits die ersten mit zwei Löffeln in der Hand seine Bewegungen nachahmen.

Noch viele weitere Theaterstücke wie „Die Brücke“, bei der eine Frau versehentlich bei einem Architekten und dann bei einem Teppichhändler anstatt beim Zahnarzt landete oder „Der ehrliche Steuerzahler“, bei dem ein nicht zu empfehlendes Auftreten beim Finanzamt demonstriert wurde, gaben die Frauen zum Besten, gestalteten eine rundum gelungene Karnevalsfeier.