Fotografien mit allen Sinnen erleben

Volksbank Ausstellung-Eröffnung
Volksbank Ausstellung-Eröffnung
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Susanne Mester, gestaltungstechnische Assistentin mit dem Schwerpunkt Grafik, und Robert Pasitka, Maler und Diplomgrafiker, stellen derzeit in der bank-galerie aus. Ihre Arbeiten bergen manche Überraschungen.

Warstein..  Ein Projekt, das sich immer wieder bewährt: Die Ausstellungsreihe in der „bank-galerie“ der Volksbank Warstein stieß bei der Eröffnung der neuen Ausstellung „Lichtverhältnisse – Fotografie in Bewegung“ wieder auf großen Zuspruch. So drängelten sich rund 140 Gäste vor allem um zwei Personen: Zum einen um Susanne Mester, gestaltungstechnische Assistentin mit dem Schwerpunkt Grafik, und zum anderen um Robert Pasitka, Maler und Diplomgrafiker - beide bei der Werbeagentur Mues & Schrewe in Suttrop tätig.

Mit einer gemeinsamen Ausstellung lassen die Sichtigvorerin und der Suttroper die Warsteiner Bevölkerung nun bis zum 31. August an ihrer Leidenschaft, der Fotografie – die aber zugleich unterschiedliche Interpretationswege einschlägt – teilhaben.

Geübte Augen für den richtigen Augenblick sind wichtig, egal, um welche Art von künstlerischer Technik es sich handelt. Dass es sich bei Pasitkas und Mesters Augen um geübte, erfahrene handelt, war für die Besucher der Vernissage bereits nach Verschaffen eines ersten Überblicks über die Ausstellung deutlich erkennbar, zeigten sie sich doch äußerst beeindruckt von den Arbeiten der beiden Künstler.

Susanne Mester legt ihren fotografischen Schwerpunkt auf Lichtkunst und Bewegung, schöpft alle Möglichkeiten in der technischen und gestalterischen Vielfalt aus: Das macht sich auch bei der Betrachtung ihrer Kunstwerke bemerkbar, außergewöhnliche Inszenierungen – seien es Steinplatten aus denen grelle Blumen hervorzuwachsen scheinen, oder verschwommene Elemente, die sich für den Betrachter jeweils neu zu einem Bild zusammenfügen, aber auch Schnappschüsse, wie ein glücklich in die Luft springendes Mädchen, gehören zu ihrem breit gefächerten Repertoire.

Nicht nur die Bildmotive unterscheiden sich von Werk zu Werk maßgeblich, auch visualisiert und akzentuiert sind sie verschieden: Mit Langzeitbelichtungsaufnahmen schafft es Mester, grelle Neonfarben, einprägsame Unikate zu erschaffen, in denen „Unschärfe zur Quelle von Klarheit wird“, so fanden auch Künstlerin Carina Lohse und Designer Bernd Schrewe, die die Kunst Susanne Mesters und Robert Pasitkas vorstellten.

„Fotos kann doch jeder machen“, warfen die Arbeitskollegen der beiden Aussteller in den Raum, schließlich werden pro Tag rund 350 Millionen Bilder auf Plattformen wie Facebook oder Instagram ins Netz gestellt – die Fotografie der beiden Warsteiner Fotografen erreiche jedoch ganz andere künstlerische Dimensionen. Wenn den Augen geschmeichelt wird, die Sinne erweckt werden und Unsichtbares ans Licht gebracht wird – das ist Kunst auf hohem Niveau, so Lohse und Schrewe.

Zahlreiche Ausstellungen

Gleiches gilt auch für Robert Pasitka, der seit 2006 ein Atelier in Leipzig hat. Mit seinen Bildern hat Pasitka sich schon an zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben beteiligt, von einer Holocaust Gedenkausstellung in Sopron, Ungarn über die Projektausstellung „Himmelsstürmer“ in Bremen 2010 bis hin zur Ausstellung „Wellen“ in der QQArt Galerie in Hilden. Aber auch im heimischen Warstein, ebenfalls in der Volksbank, beteiligte sich Pasitka im vergangenen Jahr an der Ausstellung „Freundschaft“ – ihre erste Foto-Ausstellung hatte Susanne Mester im Mai 2014 im Leipziger Atelier von Pasitka, so ist die Idee zur gemeinsamen Ausstellung entstanden.

Der Suttroper setzt mit seiner Fotografie auf die „malerische Art“, die Bewegung mit der Kamera ist der Pinsel, das eingefangene Licht der Farbauftrag. Dabei setzt Pasitka keinesfalls auf Bearbeitung: „Nach dem Auslösen ist das Bild fertig“, so der Maler und Grafiker – das bedeutet jedoch nicht, dass es mit einem einfachen Knopfdruck getan ist: Malerische Impressionen, emotionale Bildräume, wie sie auch Kollegin Mester schafft, entstehen in zeitaufwändigen Prozessen, die Geduld erfordern – für den richtigen Augenblick.