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Flüchtiger Mörder aus Werl soll in Hamburg Frau niedergestochen haben

12.03.2013 | 22:06 Uhr

Werl.  Der aus dem Gefängnis im westfälischen Werl entwichene Mörder ist weiter auf der Flucht. In Hamburg gebe es bisher keine Spur von dem 42-Jährigen, sagte eine Polizeisprecherin. Mit Bildern einer Überwachungskamera fahnden die Beamten nach dem Mann. In Hamburg soll er eine Frau niedergestochen haben.

Ein 42-jähriger Schwerverbrecher, der eigentlich eine lebenslange Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Werl absitzen sollte, hat offenbar in Hamburg eine Frau lebensgefährlich verletzt. Am Samstag soll er die 56-Jährige in ihrem Café im Stadtteil Hohenfelde niedergestochen haben.

Der Mann befindet sich weiter auf der Flucht. Er war nach fast 20-jähriger Haft Ende Februar unbegleitet zu einer Integrationsmaßnahme geschickt worden und kehrte nicht in die JVA Werl zurück. Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) wird am heutigen Mittwoch den Landtag über den Vorfall informieren.

Vom Ausgang nicht ins Gefängnis wiedergekehrt

Der Mann sei im Februar von einem genehmigten Ausgang nicht in das Gefängnis in Werl zurückgekehrt. Zuvor habe er fast 20 Jahre hinter Gittern verbracht. Von einem ersten Freigang im Dezember war er zurückgekehrt. Möglicherweise hat er am Montag einen weiteren Raubüberfall begangen und dabei einen 33-Jährigen mit einem Messer ebenfalls schwer verletzt.

Der 42-Jährige war 1993 vom Landgericht Wuppertal wegen gemeinschaftlichen Mordes an einer Taxifahrerin zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Mit einem Komplizen hatte er die Frau ausgeraubt und in die Wupper geworfen. (mit dpa/dapd)

Tobias Blasius



Kommentare
13.03.2013
15:43
Flüchtiger Mörder aus Werl soll in Hamburg Frau niedergestochen haben
von Boisfeuras | #7

Wozu jemand, der (wie sich gezeigt hat zu Recht) lebenslang im Gefängnis sitzen soll, zu einer "Integrationsmaßnahme" geschickt wird, ist wohl niemandem zu vermitteln. Hoffentlich wird die arme Frau wieder gesund. Es ist schlimm, dass unschuldige Bürger die Experimente einer Justiz, die den Täterschutz im Blick hat, mit Schädigung von Gesundheit und Leben bezahlen müssen. Wieso werden der Justizminister und die verantwortlichen Justizbeschäftigten nicht belangt? Wieviele Skandale kann Herr Kutschaty noch aussitzen?

13.03.2013
15:12
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Name von Moderation entfernt | #6

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13.03.2013
09:22
Flüchtiger Mörder aus Werl soll in Hamburg Frau niedergestochen haben
von horsthausener | #5

Und, tritt der zuständige SPD-Vertreter in der Regierung von Kraft zurück? Ist ja nicht der erste Vorfall der laschen Anordnungen und kompetenzlosen Pöstchenschieberei.

Natürlich nicht. Man heuchelt nur etwas Betroffenheit, aber Konsequenzen gibt es nicht.

13.03.2013
07:23
Flüchtiger Mörder aus Werl soll in Hamburg Frau niedergestochen haben
von Plastia | #4

Hat man diesem Menschen denn keine Einladung zukommen lassen, zurückzukommen? Wahrscheinlich waren die Formulierungen zu abschreckend. An der Sensibilität der Beamten gegen Straftätern muss noch gearbeitet werden!

13.03.2013
06:10
Lebenslage
von Presseinteressent | #3

Solche Leute haben doch eh nichts zu verlieren . Mit ca. 20 rein und man hat sich mit dem Knast arrangiert . Da kommt es nun auf einen weiteren Mord auch nicht mehr drauf an , denn man ist draußen ohne Perspektive ! Die Frau in Hamburghat halt einfach Pech gehabt , weil sie gerade dort war . Es hätte auch mich oder jeden anderen treffen können ? Herr Minister wird solch ein unnutzes sowie vermeidbares Ableben bestimmt im Rechtsausschuss schonungslos mit den besten Grüßen an die Angehörigen offenlegen .

Die ganze Politik und besonders die Justiz ist nur noch ein ganz großes Übel mit viel "Brechreiz" !

12.03.2013
23:30
Flüchtiger Mörder aus Werl soll in Hamburg Frau niedergestochen haben
von Wickederin | #2

Hier näheres mit Fotos zu dem gesuchten Mann.

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6337/2431578/pol-hh-130311-4-oeffentlichkeitsfahndung-nach-nadiem-ralf-mahfouz-siehe-auch-pressemitteilung-nr-1

12.03.2013
23:10
Flüchtiger Mörder aus Werl soll in Hamburg Frau niedergestochen haben
von chappi_chapuisat | #1

Unfassbar was in unserem "Rechtsstaat" alles möglich ist. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ein zu lebenslanger Haft verurteilter Mörder bekommt unbeaufsichtigten Freigang. Diejenigen die das zugelassen haben gehören ebenfalls lebenslang eingesperrt...am besten zusammen mit diesem Mörder in einer Zelle!!

2 Antworten
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Name von Moderation entfernt | #1-1

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Flüchtiger Mörder aus Werl soll in Hamburg Frau niedergestochen haben
von buntspecht2 | #1-2

#1-1Erdnuss69 Richtig aber es wird schon seinen Grund gehabt haben das er noch nicht entlassen wurde umso schlimmer ist das man ihn ohne Begleitung rumlaufen lässt.sicher hat ein Gutachter ihn als ungefährlich eingestuft.

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