Filetgrundstücke im Baugebiet Schlangenpfad II vergeben

Rüthen..  Fünf konkrete Anfragen für einen der 30 Plätze im Baugebiet Schlangenpfad II vermeldete Beigeordneter Georg Köller im Haupt- und Finanzausschuss. Christoph Scholz als zuständiger Mitarbeiter der Stadtverwaltung wurde konkreter: „Die Filetgrundstücke sind schon weg.“ Gemeint sind damit die um die 700 Quadratmeter großen Bauplätze. Das Gros liegt bei 450 Quadratmetern. „Lose Anfragen“ für die Flächen habe es schon „um die 40“ gegeben. Davon seien die Hälfte auswärtige Interessierte. Rüthener, die schon Wohneigentum in der Stadt haben, sind per se ausgeschlossen.

Es bleibt auch beim zweiten Abschnitt des Baugebietes Schlangenpfad bei dem Preis, der vor 15 Jahren für den ersten genommen wurde: 65 Euro voll erschlossen für den Quadratmeter. „Das ist sehr günstig, aber wir erschließen das Baugebiet ja nicht, um Gewinnmaximierung zu betreiben“, entgegnete Bürgermeister Peter Weiken auf BG-Anfrage.

Georg Köller hatte zuvor die Kalkulationsgrundlagen präsentiert. Auf deren Basis bleibt trotz der Finanzierungskosten für das bereits 2003 erworbene 21 000 Quadratmeter große Gelände in Höhe von 200 000 Euro ein Puffer von 138 000 Euro zwischen Kosten und Erlösen. „So haben wir Luft nach oben bei der Erschließung.“

Rabatt nur im Sonderfall

Nicht beitreten wollte die Verwaltungsspitze Anregungen aus der Politik, weniger gefragte Grundstücke (Eckgrundstücke) günstiger zu veräußern. So sind im Baugebiet Schlangenpfad I noch drei Bauplätze nicht verkauft. Einer davon ist extrem ungünstig zugeschnitten. Für diesen als einzige Ausnahme könnte sich Weiken einen Kostennachlass vorstellen, so es konkrete Nachfrage geben würde. „Ansonsten ist eine Staffelung nicht üblich“, betonte Georg Köller im Hinweis auf einen Vergleich mit Nachbarkommunen. Außerdem, ergänzte Weiken, sei es problematisch in einem so kleinteiligen Baugebiet unterschiedliche Preise anzubieten, zudem eine Geschmacksfrage, welche Grundstücke besonders begehrenswert seien.

Irritiert zeigte sich die FDP über die frühzeitige Öffnung der Biberbades – und befürchtete zusätzliche Kosten über den einkalkulierten Fehlbetrag von 287 000 Euro hinaus. Weiken stellte dem den Imagegewinn (Funk und Fernsehen berichteten über den „Frühstart) entgegen. Zusatzkosten sah er überdies kaum, außer für ein paar Tage mehr für die Reinigungskräfte. Die Schwimmmeister seien sowieso im Einsatz, Heizung und Pumpen müssten auch ohne Badbetrieb laufen.