Feurige Märsche und große Hits in Belecke

Belecke..  Beim 38. traditionellen Vatertagskonzert der Belecker Musikvereinigung präsentierten insgesamt um die 35 Musiker vor einem bis zum letzten Platz gefüllten Jugendheim ihr Können. Unter der Leitung vom neuen Dirigenten Alexander Sojka lud die Vereinigung unter dem Motto „Music was my first love“ zu einer musikalischen Reise durch verschiedene Genres ein. Neben den traditionellen Märschen und Polkas kamen auch Stücke aus Film und Musical von John Higgins und Co. nicht zu kurz.

Thomas Rose, erster Vorsitzender der Vereinigung, führte durch das Programm und präsentierte in seiner Begrüßung nicht nur den neuen Dirigenten, sondern auch das neue Logo der Musikvereinigung. Beim ersten Stück gaben die Musiker den Fridericus-Rex-Grenadiermarsch zum Besten, welcher zu den bekanntesten deutschen Militärmärschen zählt. Die Musikvereinigung verbindet das Stück besonders mit dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Fritz und Hermann Borghoff.

Dramatische Filmmusik

Eine dramatische Filmmusik ohne Film spielten die Musiker mit „La Storia“ im nächsten Lied. Der niederländische Komponist Jakob de Haan komponierte das rund siebenminütige Stück ohne Anlehnung an einen existierenden Film und so sollte es die zahlreichen Zuhörer im Jugendheim zu einem „Kino im Kopf“ anregen. Im anschließenden Disney-Medley aus dem Film und Musical „König der Löwen“ schallten Songs wie „Circle of Life“ oder „Hakuna Matata“ gepaart mit afrikanischen Rhythmen durch das Jugendheim. Das Arrangement von John Higgins auf Basis der Oscar-gekrönten Filmmusik von Elton John, Tim Rice und Hans Zimmer begeisterte die Zuhörer.

Hohe Anforderungen

Mit den Worten „ Ich bin froh und stolz, die Musikvereinigung Belecke dirigieren zu dürfen“ stellte sich Neudirigent Alexander Sojka vor und lobte vor allem das Engagement seiner Musiker. Bei „Echos of an Era – The Beatles“ führten die Musiker mit Songs wie „Hey Jude“ oder „Lucy in the sky with diamonds“ von den Beatles durch die Musikgeschichte der 1960er Jahre. Der Anforderungsbereich dieses Arrangements zählt mit dem Grad fünf der Blasorchesterliteratur zu der höchsten Stufe und stellte die Musiker vor eine Herausforderung, die sie mit Bravour meisterten. Ein Klassiker der Filmmusik stellte das Stück „Children of Sanchez“ als Titelmusik des weniger bekannten gleichnamigen Films dar. Dabei wechselten sich abwechselnd Orchester und Solisten ab.

Solo des Vorsitzenden

Ein weiteres Stück aus dem Marsch- Repertoire boten die Musiker mit „El Camino“, frei übersetzt „Marschrichtung“ und rundeten das Stück mit einem zum spanischen Titel passenden „Olé“ ab. Mit dem folgenden Lied „O Vitinho“ blieb es zunächst im musikalischen Süden – als portugiesischer Marsch präsentierte sich ein neuer und heiterer Marschtypus. Auch Vorsitzender Thomas Rose ließ es sich nicht nehmen, bei „Feeling Good“ ein Solo mit seiner Posaune zum Besten zu geben.

Das populärste Cover dieses Blues Songs von Anthony Newley stammt von Michael Bublé aus dem Jahr 2005. Ihr musikalisches Talent bewiesen auch Matthias Wiedemann und Christof Welzel auf Flügelhorn und Tenorhorn bei der lebendigen „Polka für zwei“. Die „Nationalhymne der Blasmusiker“, bekannt als „Böhmischer Traum“, bot einen weiteren musikalischen Höhepunkt. Diese Polka ist vor allem auf den heimischen Schützenfesten sehr beliebt.

Zum Abschluss des rundum gelungenen Konzerts spielte die Musikvereinigung John Miles’ Rockballade „Music“ als Titellied des Konzerts und wurde mit tosendem Beifall belohnt. Bei der Zugabe bewiesen die Musiker und ihr Dirigent auch noch ihr Gesangstalent, als sie bei einem Marsch den passenden Liedtext anstimmten.