Festschrift und Buch beleuchten die 1000-jährige Geschichte Beleckes

Belecke..  Der Belecker Kultur- und Heimatverein Badulikum hat in diesem Jahr seinen thematischen Schwerpunkt auf das Gedenken an das Kriegsende vor 70 Jahren und die vorangegangene zwölfjährige Nazidiktatur gelegt. Die ausgesprochen gut besuchte Auftaktveranstaltung zum Tag der Belecker Kapitulation, belegt, dass der Vorsitzende Hans-Jürgen Raulf und seine Vorstandskollegen den Nerv der Belecker damit getroffen haben.

Zeitgeist wird deutlich

Genau in die Zeit von 1933 bis 1945 fiel im Jahr 1938 das 1000-jährige Jubiläum der Badestadt. Das Jubiläum wurde seinerzeit begleitet durch zwei Veröffentlichungen.

Im Schlusswort des Buches „Praesidium Baduliki – Belecke“ schrieb Josef Rubarth: „1938 erschien zur Jahrtausendfeier der Stadt das erste umfassende Werk ,Belecke 938 bis 1938’. Es ist längst vergriffen und nur noch in Händen weniger eingesessener Bürger.“

Dies möchte der Kultur- und Heimatverein Badulikum im Rahmen der Erweiterung seines Online-Angebotes auf seiner Homepage www.badulikum.de ändern. In der Menüleiste findet sich unter „Belecker Geschichte“ der Menüpunkt „Rückblick auf das Jahr 1938“. Hier kann man bereits seit etwa zwei Jahren die 47-seitige Festschrift „1000 Jahre Bad Belecke“ und einen kommentierten Rückblick des Belecker Heimatkundlers Josef Rose mit 46 Fotos aus dem Jahr 1938 nachschauen. Die Festschrift ist ein interessantes Zeugnis der damaligen Zeit, geschrieben in altdeutscher Schrift. „Das Alter einer Stadt soll sich besonders an seiner baulichen Kultur ablesen lassen“, schrieb Landrat Teipel in seinem Vorwort. Der Bevölkerung wünschte er damals, dass sie „mit Hoffnung und Zuversicht in das neue Jahrtausend (ihrer Geschichte) eintreten“ könne.

Lieder und Gedichte finden sich in der Festschrift ebenso wie Informationen zum Kaiser-Heinrich-Bad, der Kreuzkapelle und den Külbensteinen, aber auch zum Sturmtag.

Ab sofort wird das Angebot um eine PDF-Datei erweitert, die das 367-seitige Buch zeigt, von dem Bürgermeister-Wilke-Preisträger Josef Rubarth schreibt.

Das Buch, das unter anderem 39 Illustrationen des Malers W. Hoya enthält, ist ebenfalls in der so genannten Frakturschrift gedruckt und enthält neben zahlreichen geschichtlichen Abschnitten auch Passagen, die, wenn auch deutlich abgeschwächter als in der Festschrift, durch den Zeitgeist des Nationalsozialismus geprägt sind. Umso erstaunlicher ist es deshalb, das sich das Buch zum Abschluss auf über 30 Seiten mit der altehrwürdigen Pfarrkirche St. Pankratius beschäftigt.

Alle geschichtlich interessierten Heimatfreunde lädt der Kultur-und Heimatverein ein, das neue Online-Angebot intensiv zu nutzen.