Fernverkehr sucht sich seinen Weg durch die Dörfer

Warstein..  2014 war das Jahr der Baustellen im Stadtgebiet. Kaum eine Hauptverkehrsachse, die in den vergangenen zwölf Monaten nicht aufgerissen wurde. Kaum ein Umweg, der Autofahrern keine Nerven gekostet hat. Unsere Hitliste:

3. Schützenstraße in Hirschberg: Mehr als fünf Monate lang war die Kreisstraße gesperrt, weil ein neuer Abwasserkanal verlegt werden musste. Zwischenzeitlich war sogar befürchtet worden, dass die Straße auch während des Schützenfestes gesperrt sein würde, doch der Kreis verschob die Bauarbeiten auf den Spätsommer.

Durch die Vollsperrung konnte das Industriegebiet nicht wie gewohnt angefahren werden, Lastwagen mussten einmal um das Dorf herum fahren. Anwohner hatten dagegen keine Probleme, meist wurden sie von den Bauarbeitern zu ihrem Haus durchgelassen.

2. Möhnestraße zwischen Allagen und Niederbergheim: Das Wetter verzögerte im November die Fertigstellung der B 516, auf die viele Anwohner lange gewartet haben. Denn der Fernverkehr suchte sich seinen Weg durch die Dörfer, anstatt der offiziellen Umleitung über die Haar zu folgen. Erst nach massiven Protesten erreichten Anwohner, dass der Höhenweg zumindest für Lastwagen gesperrt wurde.

1. Rüthener Landstraße zwischen Belecke und Wiebusch: Wochenlang diskutierten die Autofahrer über die Vollsperrung auf der B 516, denn die Umleitung über Suttrop und den Kattensiepen erschien vielen unverhältnismäßig. Nach einem Krisengespräch mit den Gewerbetreibenden aus dem Wiebusch wurde ein Feldweg in eine Einbahnstraße umgewandelt, so dass zumindest die Fahrt ins Industriegebiet wieder etwas leichter wurde. Trotzdem war das Aufatmen der Geschäftsleute groß, als die Bauarbeiten im Dezember abgeschlossen wurden. Ein verdienter Sieger!

Ausblick

Auch 2015 drohen den Autofahrern wieder Staus und Umwege. Besonders gefürchtet: die Kanalarbeiten in der Warsteiner Innenstadt. An zwei Stellen muss dann auch die B 55 aufgerissen werden.