Ferienjob als Einstieg in den Beruf

Kreis Soest..  Wer in den Ferien Geld verdienen möchte, sollte einige Regelungen beachten, rät die Agentur für Arbeit in Soest und weiß, dass ein Ferienjob auch der Grundstein für die künftige Berufswahl sein kann. Hier die wichtigsten Informationen im Überblick:

Erster Schritt ins Berufsleben

Wenn ein Ferienjob überlegt ausgesucht wird, bringt er neben dem aufgebesserten Taschengeld auch andere Vorteile. Jugendliche sammeln hier ihre ersten Eindrücke in der Arbeitswelt und praktische Berufserfahrung. Sie haben den ersten Kontakt zu einem Firmenchef, der vielleicht auch künftiger Arbeitgeber in Sachen Berufsausbildung sein könnte.

Denn ein Ferienjob kann auf jeden Fall dabei helfen, herauszufinden, welche Tätigkeiten Spaß machen und welche weniger. Daher rät die Arbeitsagentur jungen Leuten, die Jobs auch möglichst mit Blick auf die künftige Berufswahl auszusuchen. Wer seinen Ferienjob mit seiner Berufswahl verknüpfen möchte, kann sich im online-Berufsuniversum unter www.planet-beruf.de informieren.

Einen Ferienjob suchen

Im Internet bieten die üblichen Suchmaschinen unter dem Stichwort „Ferienjobs“ einige Treffer mit Stellenangeboten. Darüber hinaus ist immer sehr viel Eigeninitiative gefragt: Eltern, Verwandte, Bekannte hören auf ihrer Arbeitsstelle, wo es Stellen gibt. Vielleicht hat ein Freund schon einen Job gefunden und weiß, dass weitere Ferienjobber gesucht werden. Auf den Internetseiten der örtlichen Betriebe werden freie Stellen veröffentlicht. Manchmal schalten Unternehmen frühzeitig Anzeigen in Zeitungen und Stadtmagazinen. Schwarze Bretter in den Schulen und Unis oder im Supermarkt um die Ecke sind Fundstellen für Jobs.

Das gilt im Arbeitsrecht

Kinderarbeit ist grundsätzlich verboten, deshalb dürfen Kinder unter 13 Jahren in ihren Ferien nicht jobben. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren dürfen aufgrund einer Ausnahmeregelung im Jugendschutzgesetz, leichte und geeignete Arbeiten verrichten. Wie lange sie täglich arbeiten dürfen, hängt jedoch wiederum vom Alter ab:
13- und 14-Jährige können bis zu zwei Stunden pro Tag kleinere Jobs übernehmen, wie zum Beispiel Zeitungen austragen oder Nachhilfe geben. Die Arbeit darf die Gesundheit nicht gefährden und Eltern müssen zuvor ihre Zustimmung geben.
15- bis 17-Jährige dürfen in den Ferien bis zu acht Stunden pro Werktag jobben, höchstens jedoch 40 Stunden in der Woche und maximal 20 Arbeitstage im Jahr. Akkord-, Wochenend- oder Nachtarbeit sind in der Regel verboten. Auch dürfen keine schweren Dinge getragen oder gefährliche Arbeiten ausgeführt werden. Regel-mäßige Arbeiten bei Hitze, Nässe, Kälte oder Lärm sind ebenfalls tabu. Volljährige dürfen in ihren Ferien bis zu 50 Tage im Jahr oder sogar zwei Monate am Stück jobben. Alles was zeitlich darüber hinausgeht, ist kein Ferienjob mehr.

Steuern und Co.

Mit dem Steuervereinfachungsgesetzt kann sich seit 1. Januar 2012 ein Kind, für das die Eltern Kindergeld erhalten, mit einem Ferienjob Taschengeld hinzuverdienen, ohne dass das Auswirkungen auf den Kindergeldanspruch hat.

Schüler unter 25 Jahren, deren Eltern Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bekommen, dürfen pro Jahr 1.200 Euro anrechnungsfrei verdienen. Mitgezählt werden nur solche Ferienbeschäftigungen, die während des Bezugs von Arbeitslosengeld II ausgeübt wurden. Arbeiten mit einem monatlichen Einkommen unter 100 Euro zählen nicht.