Familientag führt von Möllers zur „Ursprungsstätte“

Familientag der Familie von Möller am Stammsitz, dem Haus Kupferhammer.
Familientag der Familie von Möller am Stammsitz, dem Haus Kupferhammer.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Eine besondere Feier begeht Peter von Möller zu seinem 80. Geburtstag. Er zeigt seiner Verwandtschaft das Haus Kupferhammer, den Stammsitz der Familie.

Warstein..  Anstelle einer zentralen Geburtstagsfeier den Ehrentag an mehreren Tagen mit verschiedenen Menschen feiern: So entschied sich Dr. Peter von Möller anlässlich seines 80. Geburtstages. Als Inhaber der MöllerGroup aus Bielefeld und in siebter Generation direkter Nachfahre von Johann Theodor Möller, dessen Familie mit ihrem Gewerbe in der Kupferverarbeitung „Warsteins guter Stube“ einst ihren Namen gab, kam Dr. Peter von Möller mit seiner Frau Monica und weiteren Familienangehörigen anlässlich seines Geburtstages am Samstag ins Haus Kupferhammer.

Beim 275-jährigen Firmenjubiläum der MöllerGroup 2005 entstand erstmals Kontakt zwischen der Familie von Möller und Bürgermeister Manfred Gödde. Bei Gegenbesuchen vertiefte sich der Kontakt – auch zum Förderverein. „Das Gebäude und der Verein sind für mich mit der Zeit immer mehr Heimat geworden“, so von Möller.

Engagement für Gebäude

„Ein Familientreffen der Möllers – davon haben wir immer geträumt“, freute sich auch Ortsvorsteher Dietmar Lange über den „Möllerschen Familientag“ im Kupferhammer, der „Ursprungsstätte“ der Familie. Inzwischen gibt es schließlich auch einen Patenraum für die von Möllers, in dem nicht nur an die Anfänge ihres Gewerbes erinnert, sondern mit dem der Familie auch für ihre finanzielle Unterstützung und ihr Engagement für das historische Gebäude gedankt wird.

Bei einer Führung wurde den von Möllers zunächst „Warsteins gute Stube“ vorgestellt. So zeigte ihnen der Vorsitzende der Kupferhammerfreunde, Bernhard Enste, etwa den Biedermeier-Salon, das Florentiner-Zimmer und auch den frisch renovierten Wintergarten mit der Sandsteinfigur.

Im Anschluss folgte ein Vortrag des Ortsvorstehers im Festsaal. Zunächst jedoch verlieh dieser Peter von Möller einen Warsteiner-Sticker, damit „auch Dr. Möller weiß, dass er halber oder doch eigentlich ganzer Warsteiner ist“, schmunzelte Dietmar Lange.

Auch Bürgermeister Manfred Gödde hieß Familie von Möller in Warstein willkommen und erinnerte an die vorherigen Besitzer des Kupferhammers, Familie Bergenthal, die den wirtschaftlichen Aufschwung Warsteins wesentlich beeinflussten und es zu einem frühindustriellen Standort der Eisenindustrie machten. Wie bei Familie Bergenthal sei auch bei Familie von Möller eines der wichtigsten Aspekte des Erfolgsrezeptes, die Bodenständigkeit, deutlich erkennbar, lobte Gödde das Konzept des Familienunternehmens.

Besonderes Präsent

Bernhard Enste erinnerte anschließend noch einmal an den Anlass des Besuchs der Familie und überreichte Peter von Möller das älteste und erste Foto des Hauses Kupferhammer als Geschenk zu seinem runden Geburtstag. Dieser versprach, es werde einen Ehrenplatz in einem Besprechungsraum in Bielefeld erhalten, der nach der Stadt Warstein benannt werden soll.

Nach einem Imbiss auf dem Platz vor dem Kupferhammer klang der „Möllersche Familientag“ in Warstein mit einem Kammerkonzert der Pianistin Alexandra Troussova im Festsaal aus, die etwa die „Sonate in C“ von Haydn, „Ballade Nr. 1“ von Chopin oder „Impromptus Nr. 2“ von Schubert zum Besten gab. Am gestrigen Sonntag gingen die Feierlichkeiten in Bielefeld weiter, wo der Familie mit einer Führung das heutige Unternehmen präsentiert wurde.