Fackelzug für Kallenhardter Oberboten ehrenhalber
01.02.2012 | 18:32 Uhr 2012-02-01T18:32:00+0100
Kallenhardt.(AO) Es ist ein Ereignis für das ganze Dorf, wenn in Kallenhardt ein Mitbürger anlässlich seines 90. Geburtstages mit einem Fackelzug geehrt wird. So war es auch bei Johannes Erling, der gestern sein 90. Lebensjahr vollendete und am Vorabend die Grüße der Dorfgemeinschaft entgegennahm.
Sichtlich gerührt verfolgte der Altersjubilar mit seiner Frau Maria, genannt Mia, die Darbietungen von Blasorchester, Tambourkorps und Gesangverein, die begleitet von Löschgruppe und Schützenverein gekommen waren. Ein „Kallenhardter Urgestein“ nannte Ortsvorsteher Ditmar Kruse Johannes Erling. Nach der Schulzeit habe er unmittelbar in den Krieg ziehen müssen aus dem er zum Glück unversehrt zurückkehrte. Nachdem er anschließend 20 Jahre im Kallenhardter Forst tätig war, fand Erling auf einem ganz anderen Gebiet berufliche Erfüllung: In Zeiten des Lehrermangels belegte er einen entsprechenden Studiengang und war dann bis zum Ruhestand an der Grundschule in Suttrop tätig.
Auch im Ort habe sich Johannes Erling engagiert, so Ditmar Kruse. So war er im Vorstand des VdK-Ortsverbandes tätig. Außerdem sei er „aktiver Bügerholzberechtigter“ gewesen. Auch seinem Einsatz sei die erfolgreiche Verteidigung des Kallenhardter Holzrechtes gegen Rüthener Begehrlichkeiten zu verdanken. „Als langjähriger Bote der Bürgerholzberechtigten wurdest du zum einzigen Oberboten ernannt.“ Politisch aktiv war Johannes Erling in der UWG als Vorläufer der Bürgergemeinschaft und gehörte einige Jahre der Stadtvertretung an.
Zum Ehrentag gratulierten an erster Stelle die vier Kinder Johannes, Marietheres, Gerhard und Margret, neun Enkel und neun Urenkel.
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