Eyob Solomun (SG Wenden) gewinnt den Silvesterlauf in Soest

Eyob Solomun (SG Wenden/links) hat den Silvesterlauf von Werl nach Soest bei den Männern gewonnen. Seine  Frau Mealat Yemane kam auf den zweiten Platz bei den Frauen. Das Damen-Rennen gewann Laura Hottenrott aus Kassel (ganz rechts mit Siegerkranz).
Eyob Solomun (SG Wenden/links) hat den Silvesterlauf von Werl nach Soest bei den Männern gewonnen. Seine Frau Mealat Yemane kam auf den zweiten Platz bei den Frauen. Das Damen-Rennen gewann Laura Hottenrott aus Kassel (ganz rechts mit Siegerkranz).
Foto: Toni Nitsche
Was wir bereits wissen
Eyob Solomun von der SG Wenden hat den Silvesterlauf von Werl nach Soest gewonnen. Es war ein Start-Ziel-Sieg in starken 45,20 Minuten für den 22-Jährigen.

Soest/Wenden.. Start-Ziel-Sieg für Eyob Solomun aus dem Kreis Olpe: Der 22-Jährige Afrikaner setzte sich beim 34. Silvesterlauf von Werl nach Soest direkt an die Spitze des Feldes und gab die Führung über 15 Kilometer nicht mehr ab. Niemand konnte ihm auf dem Weg zu seinem ersten Silvesterlauf-Triumph folgen. Schon nach den ersten Kilometern lag Solomun deutlich von den Mitfavoriten bei den Männern.

Volksfest am Straßenrand

In den "Hochburgen" Westönnen, Ostönnen und Ampen baute der junge Mann seinen Vorsprung weiter aus, angefeuert von begeisterten Fans am Straßenrand. Der Silvesterlauf war wieder ein Volksfest in den Ortschaften an der früheren B1. Riesenstimmung herrschte auf auf dem Soester Marktplatz als Eyob Solomun jubelnd auf die Zielgerade einbog.

Lange sah es nach der schnellsten Zeit in der Geschichte des größten Silvesterlaufs in Europa aus. Am Ende sprintete der vor vier Jahren aus Eritrea geflüchtete Sportler in 45,20 Minuten durchs Ziel. Das gab es seit 1994 nicht mehr in der Bördestadt. Den Streckenrekord (43,33 Minuten) von Silvesterlauf-Legende Jean Weijts aus dem Jahr 1986 konnte Solomun zwar nicht knacken, doch sein Rennen dürfte als eines der schnellsten in die Silvesterlauf-Historie engehen.

"I`m so happy", strahlte der Champion im Ziel. "Toller Lauf, tolle Stimmung. Die vielen Leute rechts und links an der Straße haben mich beflügelt", schilderte Eyob Solomun seine Glücksgefühle. Es werde für ihn eine besondere Silvesterparty am Abend geben. Und er sei froh, in Werl gestartet zu sein. Eigentlich wollte der deutsche U23-Meister im Halbmarathon den finanziell lukrativen Silvesterlauf in Trier bestreiten, doch die SG Wenden legte Solomun das renommierte Event Werl-Soest ans Herz. Eine gute Entscheidung!

Feiern wird der 22-Jährige den Jahreswechsel zusammen mit seiner Frau Mealat Yemane, die beim Silvesterlauf ebenfalls für die SG Wenden an den Start ging. Sie wurde Zweite hinter der Frauen-Siegerin Laura Hottenrott (23) aus Kassel. Beinahe wäre es mit den Solomuns, die in Finnentrop wohnen, also wieder ein Pärchen-Erfolg in Soest geworden.

Silvesterlauf 2015 Laura Hottenrott, Biologie-Studentin in Boston (USA) und in Deutschland aktiv für Eintracht Baunatal, konnte ihren Premieren-Triumph in 53,20 Minuten kaum fassen. "Es war eine riesige Herausforderung für mich, weil ich die 15 Kilometer noch nie gelaufen bin. Meine Spezialdistanz sind eigentlich die 5000 Meter", sagte die glückliche 23-Jährige. Doch die "Wahnsinnstimmung" an der Strecke habe sie zum Erfolg getragen: "Es kann gut sein, dass ich nächstes Jahr wieder komme", meinte Hottentrott. Dann entschwand die sympathische Siegerin in Richtung Berlin zur Silvesterfeier mit Freunden.

Allenfalls beim Boston-Marathon sei die Atmosphäre vergleichbar mit der beim Silvesterlauf von Werl nach Soest. Hottenrott, die dieses Jahr Dritte über 5000 Meter bei den Deutschen Meisterschaften geworden ist, erklärte: "Rennen über 15 Kilometer gibt es in Amerika so gut wie gar nicht. Wenn, dann sind es nur fünf oder sechs Kilometer bei den Volksläufen."

Daniel Wurm aus Lippstadt wird Dritte

Neben Laura Hottenrott und Mealat Yemane (54,38 Minuten) stand bei den Frauen noch Daniela Wurm vom LTV Lippstadt als Dritte (57,08) bei der Siegerehrung mit auf dem Treppchen. Zweiter bei den Männern wurde Yohannes Hann Atey (TuS Deuz) in 46,46 Minuten vor Robil Weldemichael (Delbrück läuft) in 47,12 Minuten.

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