EU-Fördergelder für alle Ortsteile und private Vorhaben

Rüthen..  Weiteres EU-Geld wollen Politik und Verwaltung nach Rüthen lenken. Einstimmig sprach sich der Stadtentwicklungsausschuss daher für das Aufstellen eines Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) aus, auch wenn man dafür ideell und materiell in Vorleistung treten muss.

Anders als beim Leader-Programm, sind mit einem IKEK auch private Vorhaben förderfähig. Hier liegt der Fördersatz bei 35 Prozent. Für öffentliche Antragsteller steigt er von 40 auf 65 Prozent. Außerdem können alle Ortsteile eingebunden werden.

Gefördert werden können Erhaltung und Gestaltung ländlicher Bausubstanz, dorfgerechte Gestaltung von Straßen und Plätzen, Entwicklung dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen, Umnutzung von land- und forstwirtschaftlicher Bausubstanz sowie Infrastrukturmaßnahmen für den Fremdenverkehr. Vorab aber müssen Organisationen, Verbände, Vereinen, Stadtverwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger sich am Erarbeiten des notwendigen Konzeptes beteiligen. Dieses soll die künftige gesamtkommunale Entwicklung aufzeigen und Schwerpunkte der Entwicklung der Gesamtstadt formulieren.

Mit ins Boot muss nach den Vorgaben – und das ist die materielle Seite – ein Planungsbüro. Die Beauftragung eines solchen ist Voraussetzung. Die Kosten liegen bei 70 000 bis 80 000 Euro, wovon laut Beigeordnetem Georg Köller 75 Prozent, maximal aber 50 000 Euro, bezuschusst werden.

Ein Jahr, so Köller, braucht das Erarbeiten des IKEK. Daher sollten schnellstmöglich die nächsten Schritte eingeleitet werden. Das IKEK könnte auch in ein Integriertes Handlungskonzept einfließen, durch das wiederum die Sanierung des Rathauses gefördert werden könnte. Köller rät daher dazu, diese nicht schon jetzt anzugehen. Der Rat entscheidet am Montag.