Es sind nicht nur die Extra-Kosten

Zugegeben, die Idee hat was: Nach dem Arbeitsalltag sich noch für ein paar Stunden zur Abkühlung in die Fluten zu stürzen. Aber: Wohl nur die wenigsten Arbeitnehmer arbeiten an diesen heißen Tagen (wenn überhaupt) bis 18 Uhr. Heißt: Wer spätestens um fünf zuhause ist, sollte auch so ausreichend Zeit haben, ein paar Runden im Allwetterbad zu drehen, auch wenn um 20 Uhr Schluss sein muss. Denn die Nachteile überwiegen eindeutig.


Da sind zunächst einmal die Kosten: Wenn das Bad länger auf ist, muss das Personal länger arbeiten. Das bringt die Personalplanung durcheinander, bedeutet aber auch einen höheren Energieaufwand. Die zusätzlichen Einnahmen werden hingegen überschaubar bleiben. Hinzu kommt, dass um 20 Uhr (freitags eh erst 21 Uhr) ja noch gar nicht Schluss ist: Dann finden nämlich noch Kurse statt. Bedeutet: Man müsste einen Bereich im Sportbecken abtrennen – wieder zusätzliche Arbeit.


Und außerdem spricht schlicht die Realität gegen eine Änderung: Die Zahl der (neuen) Badbesucher geht bereits gegen 18 Uhr deutlich zurück, man braucht die spätere Zeit einfach nicht.