Es braucht Information und Integration

Rüthen..  Aktuelle Informationen und der Austausch der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer standen beim Treffen des Arbeitskreises Asyl in der Flüchtlingsunterkunft im Mittelpunkt. Dabei ging es auch um weitere Möglichkeiten einer finanziellen Förderung von Aktivitäten mit den Asylbewerbern sowie darum, wie man die Kontakte zwischen ihnen und den Rüthenern ausbauen kann.

Zu dem Treffen begrüßten Arbeitskreisvorsitzender Bernd Vorderwisch, Einrichtungsleiter Ömer Güvenc sowie seitens der Johanniter Maik Rathje die Mitglieder. „Ich bin aktuell mit dem Brandschutzgutachten beschäftigt, das noch einige Umbauten vorschreibt“, berichtete Rathje.

Neue Tische und Stühle sollen demnächst für mehr Wohlfühlatmosphäre in den Zimmern der Bewohner und den Aufenthaltsräumen sorgen, worüber sich vor allem die Jutta Klör und Reinhard Schmücker freuten. Sie geben in der Einrichtung seit mehr als vier Monaten Deutschunterricht. „Wenn die Asylbewerber etwas lernen sollen, dann sollten sie auch menschenwürdig sitzen und nicht auf dem Boden knien müssen“, so Reinhard Schmücker, der bereit ist aus eigenen Mitteln Stühle für die Flüchtlinge anzuschaffen.

Eine weitere gute Nachricht hatte Arbeitskreis-Mitglied Martina Straßburg, die zudem den am Sonntag stattfindenden Trödelmarkt organisiert. „Die Stadtmauer wird voll: Tausende Besucher und über 200 Stände werden erwartet. Eine kulinarische Ecke mit ungarischen, türkischen bzw. arabischen Spezialitäten sowie Ziegenkäse wird es am Gelände der Flüchtlingsunterkunft geben“, freute sie sich über die Möglichkeit die Asylsuchenden zu integrieren. „Die meisten Flüchtlinge kennen Basare, von daher sollte es auch mit dem Besucherandrang keine Probleme geben“, ergänzte sie.

Ihr Vorschlag war es auch, einen Informationsstand aufzustellen, damit sich die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft den Besuchern des Trödelmarktes vorstellen können. „Eine super Idee. Wir können so die Unterkunft und unsere Arbeit mit entsprechenden Fotos der Öffentlichkeit vorstellen“, so Rathje, der Unterstützung versprach.

Über eine Unterstützungsmöglichkeit des Landessportbundes berichtete der 1. Vorsitzende des TSV Rüthen, Philipp Jörger. „Vereine, die für Flüchtlinge Sportangebote anbieten, können einen Antrag an den Landessportbund stellen. Sachkosten, beispielsweise für neue Bälle, können damit finanziert werden“, erklärte Jörger, der sich besonders freute, dass die Flüchtlinge den Fußballplatz am Schneringer Berg gerne nutzen. Gleichwohl kam es zu Beschwerden einzelner TSV-Mitglieder; demnach hinterließen die Flüchtlinge nach ihrem Training übermäßig viel Abfall. „Solange es keine weiteren, massiven Probleme gibt, sollte man die Nutzung des Fußballplatzes weiterhin ermöglichen und gegebenenfalls weitere Abfalleimer aufstellen. Der Platz ist dafür da, dass er genutzt wird.“ In absehbarer Zeit müsse der Platz so oder so ausgebessert werden.

Kulturfest geplant

Einrichtungsleiter Ömer Güvenc bedankte sich für die positive Einstellung. Er will im Sommer ein weiteres Fußballturnier veranstalten. Ein weiterer Vorschlag der Sozialarbeiterinnen der Flüchtlingsunterkunft war ein Kulturfest zu organisieren, um den Kontakt zwischen den Bewohnern und den Rüthener Schülern zu verbessern. Dazu beabsichtigen sie im Rahmen des Friedenstages Luftballons steigen zu lassen. Daneben ist ein Unterhaltungsprogramm für Kinder und Jugendliche sowie eine Kaffeetafel für die Erwachsenen geplant.

Abschließend stellte Felix Becker seine Idee eines eigenen Internetauftritts des Arbeitskreises vor. Hier sollen demnächst aktuelle Informationen eingestellt und über die ehrenamtlichen Tätigkeiten berichtet werden. „Mit der Internetseite können wir andere Menschen, vor allem jüngere ansprechen, informieren und vielleicht motivieren, selber aktiv zu werden“, so Felix Becker.