Erfahrungen an andere weitergeben

Rüthen..  „Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen“ – und damit hat auch jeder eigene Erfahrungen, die anderen helfen können: Unter dem Titel „Leben mit Demenz“ fand eine Kursreihe für Angehörige, Nachbarn und Freunde von Menschen mit Demenz in Haus Buuck statt. Zum Abschluss erhielten die 13 Teilnehmer ein Zertifikat.

Marion von der Pütten, ausgebildete Pflegeberaterin, leitete ehrenamtlich den Gedankenaustausch in Rüthen. Dass es das nicht allzu oft gibt, zeigt der große Einzugsbereich; so waren Teilnehmer aus Ense, Wadersloh, Erwitte, Warstein, Belecke und natürlich Rüthen gekommen.

Etwa 80 Prozent aller Pflegebedürftigen werden ohne Unterstützung von Profis von Ehepartnern, nahen Verwandten und ehrenamtlichen Pflegepersonen zu Hause betreut. Aber sie haben damit plötzlich neue Aufgaben, müssen ihre eigenen Pläne ändern, werden rund um die Uhr beansprucht – und fühlen sich oft emotional und körperlich überfordert.

Im Rahmen von sieben Veranstaltungen gab es viele Tipps und Informationen, wer helfen kann, welche (finanziellen) Unterstützungen möglich sind. Das alles verbunden mit dem Erfahrungsaustausch. Oder der Erkenntnis, dass die Zweifel unbegründet waren: „Alles richtig gemacht“, meinten die Teilnehmer, als eine Besucherin erzählte, dass sie ihrer Tante nicht mehr habe allein helfen können. Solch eine Bestätigung beruhigt.

Die Seminarreihe ist nun vorbei, die Teilnahmezertifikate verteilt. Aber man möchte in Kontakt bleiben, sich weiter Tipps und Aufmunterung geben. Wie anderen, die vor dem gleichen Problem stehen und einen Ansprechpartner suchen. Das „Netzwerk Demenz Rüthen/Warstein“ ist über das Mehrgenerationenhaus Haus Buuck erreichbar.