Engagement der Vereine hält das Dorfleben aufrecht

Knebli.  Ein „gemütliches Beisammensein, das Form gewonnen hat“ nennt Ortsvorsteher Friedhelm Thomas den Neujahrsempfang in Kneblinghausen. Dieses Mal war es bereits der Zwanzigste. Gerade nachdem die Gaststätte Beiteke als einziger regelmäßig zur Verfügung stehender Treffpunkt für die Dorfbevölkerung Ende 2014 geschlossen hat, sei es umso wichtiger, Möglichkeiten zur Begegnung anzubieten, betonte Thomas. Karl Beiteke überreichte er als Dank für 47 Jahre Gastfreundschaft ein Exemplar der Flurkarte Kneblinghausens (wir berichteten) mit einem von Franz Skrotzki gefertigten Eichenrahmen.

„Wohnzimmer“ rückt in den Fokus

Ohne diesen Treffpunkt müsse sich die Dorfgemeinschaft neu finden und umorientieren. „Sicher wird man jetzt den Gesellschaftsraum der Schützenhalle noch mehr schätzen lernen; er ist unser Wohnzimmer“, betonte Thomas.

„Es ist wichtig, die Leute bei Laune zu halten“, sagte er angesichts des Bevölkerungsschwundes. Habe Kneblinghausen vor zehn Jahren noch 326 Einwohner gehabt, seien es nun noch 255. Ein Drittel davon kam zum Neujahrsempfang. „Es gelingt bisher sehr gut, das Dorfleben durch das große Engagement in den Vereinen aufrecht zu erhalten“, freute sich der Ortsvorsteher. „Macht weiter so.“ Nur so sei weiterhin eine starke Gemeinschaft gewährleistet.

Anlässlich der 40 Jahre zurückliegenden Eingemeindung Kneblinghausens wünschte sich Thomas ein starkes Dorfbewusstsein. Dies gilt gleichermaßen für die Arbeit, wie für das Feiern. So stehen Arbeiten an Schützenhalle und an der Stützmauer der Kapelle an, wie auch das 10-jährige Bestehen des Musikvereins. Dies wird am 9. August gefeiert.