Endspurt: Online-Petition läuft aus

Warstein..  1000 Unterschriften wollte Heinz-Friedel Hense eigentlich zusammen bekommen, um damit auf die aus seiner Sicht gegebene Bedrohung durch die Steinbrüche in Warstein aufmerksam zu machen ( wir berichteten). Ganz so viele sind es nicht geworden, aber zumindest die Hälfte wird der 66-Jährige bis Sonntag wohl zusammen haben. Dann endet seine Online-Petition.

„Viele Jüngere können sich nicht vorstellen, wie die Steinindustrie sich in den letzten 50 Jahren entwickelt hat“, sagt Hense, der seine Aktion Anfang März startete, „wir Älteren wissen das und wir fürchten das Schlimmste für die nächsten 50 Jahre.“ Daher müsse man jetzt Verantwortung für die nachfolgenden Generationen übernehmen. Über die Online-Petitionsplattform „WeAct“ hatte Henses Aktion bis gestern Nachmittag 385 Unterschriften. Bis Sonntag lässt Hense die Aktion noch weiterlaufen, dann will er Bilanz ziehen und vor allem: die Unterschriften an die entsprechenden Stellen weitergeben.

Übergabe an Bollermann

Regierungspräsident Gerd Bollermann und NRW-Umweltminister Johannes Remmel sollen die Unterschriften erhalten, um – so Hense – „für die Bedrohung der Warsteiner Bevölkerung durch die Steinbrüche“ sensibilisiert zu werden. „Ich rechne nicht damit, dass sich dadurch schlagartig was ändert“, schätzt Hense seine Aktion realistisch ein, „ aber zumindest haben sie es dann einmal mehr wieder vor Augen geführt bekommen, was hier passiert.“