Empfang für Neubürger

Herzlich willkommen: Ortsvorsteher Franz Linneboden begrüßt beim ersten Neubürgerempfang die neuen Bewohner Hirschbergs.
Herzlich willkommen: Ortsvorsteher Franz Linneboden begrüßt beim ersten Neubürgerempfang die neuen Bewohner Hirschbergs.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Hirschberg empfängt seine Neubürger: „Wir möchten, dass Sie sich hier wohlfühlen.“µ

Hirschberg..  Dass Hirschberg keinesfalls ein verschlafenes Dorf ist, davon können sich rund 44 Neubürger, die im vergangenen Jahr in die „Drachengemeinde“ gezogen sind, überzeugen. Am Samstagnachmittag begrüßte Ortsvorsteher Franz Linneboden etwa die Hälfte davon im Rahmen eines Neubürgerempfangs im Rathaus.

„Warum haben wir Sie zu dieser Veranstaltung eingeladen? Ganz einfach: Wir möchten, dass Sie sich hier wohlfühlen“, hieß Linneboden die Gäste willkommen. Zum ersten Mal organisierte die Gemeinde unter Leitung der Marketing-Arbeitsgruppe den Empfang. Die Veranstaltung setzte sich einerseits aus der Vorstellung des Dorfes Hirschberg und anderseits aus den Einblicken verschiedener Vereine zusammen. „Ob Tourismus, Gastronomie, Einzelhandel, Dienstleister oder Holzindustrie – ich bin der Meinung unsere Infrastruktur ist gut aufgestellt“, fasste Linneboden die Zahlen und Fakten zusammen. „Allerdings zeigte sich vor einigen Jahren eine gewisse Lähmung und depressive Stimmung, so dass im Jahr 2012 ein Bürgerworkshop stattfand.“ Als Ergebnis bildeten sich sieben Arbeitsgruppen, deren Mitglieder bestimmte Aufgaben im sozialen Dorfleben übernahmen.

Aus dem Team Marketing stellten Dorothea Richter und Tobias Bräutigam neben dem neuen Logo die Internetseite von Hirschberg vor. „Wenn Sie wissen möchten, welche Veranstaltungen wann anstehen, können Sie diese per E-Mail oder als Kalendereintrag abonnieren“, zeigte Bräutigam anhand einer Präsentation auf. Über die Erfolge der Arbeitsgruppen im Bereich Kinder und Jugend informierte Markus Schrewe. Die alte Grundschule wurde zum Treffpunkt zweier Gruppen, die sich an Kinder und Jugendliche richten. Schrewe nutzte die Gelegenheit, um besonders „weibliche Unterstützung“ für die Betreuung der Gruppen anzuwerben.

Die älteren der zugezogenen Bürger wurden von Jürgen Jindra, Mitglied der Gruppe Senioren und Mehrgenerationen, angesprochen. Die Senioren treffen sich ebenfalls regelmäßig in der alten Grundschule, dabei geht es um Geselligkeit und beispielsweise um den Umgang mit Computern und Tablets.

„Ich mache für andere das, was ich kann und was mir Spaß macht“ lautet das Motto des Tauschrings Hirschberg. Bei diesem Projekt handele es sich um eine erweiterte Nachbarschaftshilfe, berichtete Ansprechpartnerin Michaele Sülzle.

Gemeinschaftliches Einkaufen von beispielsweise Haushaltsgroßgeräten ist ein zukünftiges Projekt der Arbeitsgruppe Mobilität, Arbeitsplätze und Infrastruktur, dessen Ziel auch in der Reduzierung der Energiekosten einzelner Haushalte besteht. „In den nächsten Wochen werden Experten kostenlos die Energieverbräuche in den Haushalten messen“, berichtete Frank Stegmeier.

Finanzielle Unterstützung für Maßnahmen und Projekte erhalten Einwohner und Vereine von der Bürgerstiftung. Laut Vorsitzendem Christoph Buerdick wurden seit 2009 bereits 50 000 Euro zweckgebunden zur Verfügung gestellt. Neben der am bürgerschaftlichen Engagement ausgerichteten Organisation gehören weitere 17 Gruppierungen dem Vereinsring an, über dessen Tätigkeiten Vorsitzender Dieter Bräutigam informierte. Der nächste Termin wird eine Ortsführung für die Neubürger sein.