„Eltern wollen Qualität und die hat ihren Preis“

Belecke..  Erneut hatte die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste gestern zum Streik aufgerufen. Auch Warstein war betroffen. Die kommunalen Kindertagesstätten blieben geschlossen. Die Streikenden hatten sich im Belecker Gasthof Hoppe versammelt, um sich auszutauschen und zu beraten.

Erzieherinnen und Erzieher, aber auch Vertreter des Jugendamts haben sich hier zusammengefunden. Sie fordern eine Aufwertung ihrer Arbeit. Die Anforderungen seien gestiegen. Eine entsprechende Vergütung lasse aber auf sich warten. Mittlerweile gebe es mehr alleinerziehende Eltern und Kinder mit Migrationshintergrund, die Unterstützung brauchten. Der Landeselternbeirat stehe den Kollegen im Arbeitskampf zur Seite, betont Dirk Riesner, Verdi-Gewerkschaftssekretär für den Bezirk Hellweg-Hochsauerland. „Eltern wollen Qualität und die hat ihren Preis“, so Riesner.

Den Beruf attraktiv halten

„Es nützt auch nichts, wenn den Beruf in Zukunft keiner mehr machen will“, beschwert sich eine der Streikteilnehmerinnen. „In Warstein gehen bald viele Kolleginnen in Rente“, so eine andere. „Dann wird’s schwierig.“ Ein Erzieher ergänzt, dass Männer beispielsweise in diesem Bereich so selten vertreten seien, weil sie ihre Familien dort nicht ernähren könnten.

Am Donnerstag, 9. April, gehen die Verhandlungen in Düsseldorf weiter.