Eltern übernehmen Lönsstraße

Warstein..  Das Angebot kam offenbar an: Zahlreiche Rückfragen hatte Jutta Heinert, Leiterin des Warsteiner Jugendamtes, am Montag zu beantworten. Denn es meldeten sich viele Eltern, die von dem Angebot der Stadt gelesen hatten, die Kindertagesstätten zur Verfügung zu stellen, damit Eltern in Eigenregie die Betreuung ihrer Sprösslinge organisieren können. Der Streik der Erzieherinnen ist inzwischen in die vierte Woche gegangen.

„Die meisten waren Rückfragen“, berichtet Heinert. Doch nicht nur. So soll am heutigen Mittwoch der Suttroper Kindergarten Lönsstraße für maximal 15 Kinder wieder öffnen. „Wir müssen noch ein paar Sachen klären, aber dann kann es losgehen“, berichtet die Jugendamtsleiterin auf Nachfrage der WP. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wer am Morgen den Kindergarten auf- und am Nachmittag wieder zuschließt. Es müssen auch die Bedingungen erfüllt – und überprüft werden. So ist Voraussetzung, damit Eltern den „Kindergarten light“ betreiben dürfen, dass eine pädagogische Fachkraft vor Ort ist und mindestens drei Eltern die Betreuung und Beaufsichtigung sicher stellen.

Nur Übergangslösung

„Das ist natürlich alles nur eine Übergangslösung während des Streiks. Mehr können wir nicht anbieten“, betont Heinert, die aber damit sicher einigen Eltern aus der Patsche helfen kann, deren Kinder inzwischen nicht mehr von Oma und Opa betreut oder zum eigenen Arbeitsplatz mitgebracht werden können.

Im Rathaus glaubt man, dass – sollte der Streik weiter laufen – nicht in dieser, wohl aber in der nächsten Woche weitere Einrichtungen hinzu kommen könnten. In dieser Woche sei es wohl nicht so problematisch, da der Donnerstag eh ein Feiertag und der Freitag dann ein Brückentag sei.