Elmar Bathe ist der Mann im Hintergrund

Elmar Bathe von der Suttroper KG.
Elmar Bathe von der Suttroper KG.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Er arbeitet lieber im Hintergrund für das Gelingen im Karneval: Elmar Bathe. Dabei hat er schon selbst in der Bütt gestanden. Auch wenn das schon etwas her ist.

Suttrop..  Die Arbeit hinter dem Spaß, das ist sein Ding. Elmar Bathe bleibt beim Suttroper Karneval lieber im Hintergrund, auch wenn er 1975 in der Bütte stand. „Zwei bis drei Jahre habe ich Büttenreden gehalten. Damals hatte Suttrop noch keine Karnevalsgesellschaft und der Karneval wurde unter der Schirmherrschaft der Schützen gefeiert“, erinnert er sich. Er sitzt in seinem Wohnzimmer, überlegt lange bevor er etwas sagt und taut erst nach und nach auf beim Erzählen.

Büttenreden zu schreiben, fiel ihm nicht sehr schwer, auch wenn das manchmal wochenlang dauerte. „Man hat etwas im Fernsehen aufgenommen, Sitzungen angeschaut, sucht sich das so zusammen. Das ist nichts Spektakuläres“, wiegelt er ab. Er bleibt bescheiden, der Hintergrund eben, den er mag und in dem er sich lieber aufhält, mit seiner Tätigkeit als Schatzmeister der Suttroper Karnevalsgesellschaft.

Eine Arbeit, die nicht viele Leute gerne machen würden, sagt er, die aber eben gemacht werden müsse. Und weil er Ahnung von der Buchführung hat, wurde er zum Schatzmeister gewählt. „Ich hab das mal zusammengerechnet“, sagt er, schaut kurz an die Decke. „Pro Tag eine Stunde Arbeit macht das. Über das Jahr hinweg.“ Viel ehrenamtliches Engagement, das er aber nicht als Arbeit empfindet. „Ich merke das gar nicht mehr“, sagt er und lacht. Die Arbeit laufe automatisch, weil es eben Spaß mache.

Höhepunkt Weiberfastnacht

Er scheint ein ruhiger Mensch zu sein, dem der Schalk im Nacken sitzt, der sich an Karneval als Frau verkleidet und für den Weiberfastnacht der Höhepunkt der Session ist – neben dem Rosenmontagszug natürlich –, weil er an diesem Tag selbst feiern darf und nicht arbeiten muss. Aber Karneval, egal wie oft er das Wort Arbeit in den Mund nimmt, ist für ihn Spaß, Unbeschwertheit. „Karneval wird nicht so stringent gefeiert wie ein Schützenfest. Die Menschen lernen sich so schnell kennen, weil sie viel ausgelassener sind. Das mag ich am liebsten an Karneval“, sagt er.

Viele Freunde hat er gefunden während der närrischen Zeit. Seine Familie ist ein ebenso „karnevalsverrückter Haufen wie ich“, sagt Bathe und blickt zu seiner Frau, die zurücklacht. „Sie steht hinter mir“, sagt er. Viele Stunden sei er weg wegen des Karnevals, sie halte ihm den Rücken frei. Und feiere natürlich auch mit. Wieder ein Blick zu seiner Frau: „Was haben wir damals in Münster an Weiberfastnacht mitgehen lassen? Eine Kuh?“ Sie lacht. Keine echte Kuh, aber eine so große, dass man auf ihr hätte reiten können. Im Bus haben die beiden sie mitgenommen. Solche Geschichten schreibt der Karneval eben.

Auf dem Wagen mitzufahren, beim Rosenmontagszug, das ist auch immer ein besonderer Moment für Elmar Bathe. „Wenn die Leute die Straßen säumen und man selbst auf dem Wagen steht, da bekommt man schon Gänsehaut.“ Das Ganze „Drumherum“, die Geselligkeit, das mag Elmar Bathe.

Auf der Bühne steht er nicht mehr, wirkt eher in der Organisation mit, denn nach Karneval ist vor Karneval. Eine Session muss über Monate hinweg vorbereitet werden. Allein die Planung für die Wagen beginne schon im Oktober, erzählt der Schatzmeister, der früher auch mal mitgebaut hat. Die gute Organisation, die verdanke der Verein der guten Teamarbeit. Ein Rad greife in das andere. Zusammen arbeite man mit Herzblut daran, dass der Karneval unvergesslich werde.