Einziges Manko sind fehlende Anwärter auf die Königswürde

Kallenhardt..  „Ich freue mich, dass die Tische so gut gefüllt sind“, begrüßte der Oberst der Kallenhardter Schützen, Dr. Hermann Burg, zahlreiche Mitglieder zur Rechnungslegung des vergangenen Schützenfestes. Neben dem royalen Besuch des amtierenden Schützenkönigs Klaus Rüther durften sich die Schützenbrüder ebenfalls über die Anwesenheit des Blas- und Tanzorchesters freuen, welches seine wöchentliche Probe in die Schützenhalle verlegte, um den Abend musikalisch zu begleiten.

„Wir haben uns zuvor viele Gedanken um das Wetter gemacht, die Prognosen änderten sich ständig“, erinnerte sich der Oberst zurück. Schließlich wurde das Schützenfest am Samstagabend bei bewölktem Himmel mit dem Gottesdienst in der Kirche eingeleitet. Zusammen mit Präses Bernd Götze sowie dem BTO und zahlreichen Schützen wurde die heilige Messe gefeiert, bevor es anschließend mit einem ersten kleinen Umzug zum Kriegerdenkmal zur Gefallenenehrung ging.

Alle Plätze belegt

In der Festhalle konnten sich dann insgesamt 62 Jubilare über eine Auszeichnung freuen. „So viele Geehrte hatten wir lange nicht mehr, alle Plätze in der Halle waren belegt“, blickte Burg zurück. Und obwohl der erste Festtag von überwiegend älteren Schützen-Freunde besucht wurde, war es dennoch ein „rundherum erfolgreicher Abend“, wie der Vorsitzende berichtete.

Der Sonntag war hingegen mit zahlreichen Jungschützen, welche das Ständchenbringen begleiteten, sehr gut besucht. Trotz immer wieder aufkommenden Regenschauern wagten sich die Schützen am frühen Montagmorgen auf den Weg nach Körtlinghausen. Und Petrus hatte Erbarmen mit den Kallenhardtern, so dass der Gottesdienst vor den Toren des Schlosses im Trockenen gefeiert werden konnte. Nur die Prozession musste, ander als der Festumzug am Nachmittag, ausfallen. Doch die Sorge um das gute Wetter ließ auch am vierten und letzten Tag nicht nach.

Nach einem gemeinsamen Schützenfrühstück machte sich der Umzug bei kühlen 10 Grad und drohenden Regenschauern auf den Weg zur Vogelstange. „Nur wenige wagten sich aus ihrer Komfortzone heraus und trauten sich zu schießen, die Ausreden waren unendlich“, bedauerte der Oberst. Letztendlich war es Klaus Rüther, welcher die Verantwortung übernahm und den Vogel mit dem 104. Schuss erlegte.

„Auch bei nicht optimalem Wetter erlebten wir ein hervorragendes Schützenfest mit guter Beteiligung und alle, die nicht dabei waren, haben definitiv etwas verpasst“, fasste Oberst Burg die vier schönsten Tage des Jahres zusammen.