Einstimmig für den Abriss

Die Paul-Gerhardt-Schule dürfte noch in diesem Jahr Geschichte sein. Einstimmig votierte die Stadtvertretung für den Abriss. Der Rat folgte damit dem ersten Teil eines BG-Antrags (wir berichteten). Dessen zweiter Teil beinhaltete die Erschließung und Selbstvermarktung des Grundstückes durch die Stadt zum Zweck von Wohnbebauung. Doch dafür seien, so Johannes Erling (SPD), anders als die 100 000 Euro für den Abriss, keine Mittel im Haushalt eingestellt.

Antonius Krane (CDU) lehnte eine Eingrenzung zukünftiger Nutzung auf Eigenheimbau ab. Auch eine Seniorenwohnanlage müsse dort möglich sein. Für die FDP setzte sich Wolfgang Henze für eine „optimale Vermarktung“ des Geländes ein, das Annette Herbst-Köller (BG) als „sensiblen Bereich zwischen den Schulkomplexen“ charakterisierte. Vor einer Nutzung für Wohnbebauung müsse der Bebauungsplan geändert bzw. aufgehoben werden, informierte Kämmerer Georg Köller. Dieser sieht bislang Gemeinbedarfsfläche vor. Bernd Cordes (SPD), der sich der Stimme enthielt, zweifelte, ob die Baugrundstücke hinreichend attraktiv seien und Bedarf bestehe, wo gerade das Baugebiet Schlangenpfad erweitert werde.