Einsatz beim Westfalischen Hansetag in Lemgo

Hingucker beim Westfälischen Hansetag in Lemgo: Der dem Hachtor nachempfundene Stand der Stadt Rüthen. Für ihre Stadt werben in Lemgo Klaus-Dieter Hötte, Theo Fromme, Ute Sasse und Christoph Scholz.
Hingucker beim Westfälischen Hansetag in Lemgo: Der dem Hachtor nachempfundene Stand der Stadt Rüthen. Für ihre Stadt werben in Lemgo Klaus-Dieter Hötte, Theo Fromme, Ute Sasse und Christoph Scholz.
Foto: Armin Obalski
Was wir bereits wissen
Großes Interesse herrscht ebeim Westfälischen Hansetag in Lemgo am markanten Stand in Form des Hachtores an den Angeboten der Stadt Rüthen. „Besonders unsere Stadtimagebroschüre ist super gegangen“, freut sich Klaus-Dieter Hötte.

Rüthen/Lemgo..  Viel Zeit für das Gespräch mit den Besuchern aus Altenrüthen haben Theodor Fromme, Klaus-Dieter Hötte, Ute Sasse und Christoph Scholz an diesem Sonntagnachmittag nicht. Zu großes Interesse herrscht beim Westfälischen Hansetag in Lemgo am markanten Stand in Form des Hachtores an den Angeboten der Stadt Rüthen. „Besonders unsere Stadtimagebroschüre ist super gegangen“, freut sich Hötte, zurück aus dem Lippischen, am Montag im WP-Gespräch. Sicherlich 400 Stück habe das Team, zu dem noch Jürgen Steinmetz gehörte, an die Frau und den Mann gebracht. Ein Einsatz, der sich gelohnt hat.

Dabei, betont der Leiter des städtischen Tourismusbüros, sei es nicht um das schiere Verteilen von möglichst viel Papiermasse gegangen. „Wir haben das Gespräch mit den Besuchern aufgenommen und erkundet, welchen Angeboten ihr besonderes Interesse gilt“, berichtet Klaus-Dieter Hötte. So gab es gezielte Nachfragen zu den Möglichkeiten des Radfahrens im Sauerland, wo Rüthen etwa mit dem Möhnetalradweg Passendes anbieten kann. Ebenso auf Publikumsinteresse stieß das Material über den Stadtmauerrundgang, aber auch zu Übernachtungsmöglichkeiten. „Hierbei war gerade das Übernachten im Denkmal im Haus Buuck ein Thema“, so Hötte. Gelobt worden sei in diesem Zusammenhang das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

Jugendherberge bekannt

„Viele kannten schon die Jugendherberge und den Eulenspiegel, genauso viele aber fragten, wo liegt denn Rüthen überhaupt“, berichtet er weiter. Als optischer Anziehungspunkt habe sich einmal mehr im Meer der weißen Pagodenzelte, in der sich weitere 35 Städte der westfälischen Hanse vorstellten, der dem Hachtor nachempfundene Rüthener Stand erwiesen. „Die Leute wollten wissen, wo denn das Original steht.“ Wie viele der geschätzt um die 60 000 Besucher der Westfälischen Hansetage in Lemgo am Rüthener Stand Station machten, vermag niemand zu sagen, aber: „Wir hatten am Sonntag, aber auch am sonst eher etwas schwacher besuchten Samstag jede Menge zu tun“, freut sich Hötte. Erstaunlich: Der nicht gerade als Krone der Innovation zu bezeichnende Nagelklotz erwies sich als weiterer Anziehungspunkt. Fünf Kilogramm Nägel wurden im Holz versenkt, sogar Wettkämpfe ausgetragen.

„Der Einsatz hat sich rundum gelohnt“, zieht der Chef-Touristiker Bilanz. „Man muss sich zeigen und die Gemeinschaft pflegen“, sagt Hötte und verweist damit auf eine der Grundlagen des Hansebundes. „Gemeinschaft lebt davon, dass man das Gemeinschaftsgefühl lebt.“ Dass auch die Stadt Rüthen touristisch vom Einsatz des Quartetts profitieren wird, steht für sie außer Frage. „Ich mache es für mein Rüthen“, zitiert Hötte Jürgen Steinmetz. Kosten angefallen sind zwar für Übernachtungen, Transportermiete und Verpflegung, dem gegenüber wurde durch das Mitbringen des eigenen Standes die sonst anfallende Miete gespart. Außerdem haben Theodor Fromme und Jürgen Steinmetz die drei Hauptamtlichen zum Nulltarif unterstützt.

Mehr Herzblut in Rüthen

Erinnerungen werden bei jedem Hansetag an den eigenen, den Westfälischen Hansetag in Rüthen 2013 wach. „Die Veranstaltung in Lemgo war gut organisiert, aber das Herzblut fehlte“, vergleicht Hötte. „Das Flair Rüthens war einzigartig, weil die Bürger den Hansetag gelebt haben“, spricht er allen damals Beteiligten ein Lob aus. Dafür stehen beispielhaft die Aktionen in der Niederen Straße, die Stadtmauererstürmung und das Bühnenprogramm mit der „Carmina Burana“ als Höhepunkt.

Geht es im kommenden Jahr zum Westfälischen Hansetag nach Wesel? Für Hötte, der dem Team einen großen Dank ausspricht, steht das außer Frage.