Einkehr und Ergriffenheit

Warstein..  Ja, so hört es sich an, wenn die russische Seele singt. Stimmgewaltig und mit viel Pathos schmetterte der weltberühmte Don Kosaken Chor Serge Jaroff sakrale Melodien in den Raum der St. Pankratiuskirche Warstein. Die lang anhaltenden Töne waren es einmal mehr, die den Geist und das Herz der Zuhörer berührten. Dominante Solopassagen einzelner Sänger im Stile eines Tenors – wie einst Ivan Rebroff – erzeugten bei den hunderten Damen und Herren Einkehr und wohltuende Ergriffenheit.

Andächtige Stücke wie das „Ave Maria“ oder „Herr erbarme Dich unser“ hatte die 18-köpfige Männerschar ebenso im musikalischen Gepäck wie zünftige Lieder, die von ihrer fernöstlichen Heimat erzählten. Vor Jahren gastierten die tiefstimmigen Protagonisten im typischen Folklore-Dress schon einmal im großen Warsteiner Gotteshaus und verzauberten die Zuhörer voll-ends.

Eine wahre Gesangsoffenbarung erlebten die Konzertbesucher auch diesmal. „Balsam für die ganze Seele“, schwelgten einige unter ihnen nach der Veranstaltung noch in den tragenden Melodien und sehnten sich sogleich nach einem baldigen Wiedersehen, beziehungsweise Wiederhören in der sauerländischen Provinz.