Eine unwahrscheinlich große Heimatliebe

Bürgermeisterwahl in Warstein: CDU-Kandidat Thomas Schöne
Bürgermeisterwahl in Warstein: CDU-Kandidat Thomas Schöne
Foto: WP
Was wir bereits wissen
„Mehr Warstein geht nicht!“ Wenn CDU-Bürgermeisterkandidat Thomas Schöne seine Ahnentafel runterbetet, dann nimmt man ihm ab, dass er sich als „Ur-Warsteiner“ fühlt und das im Wahlkampf auch nach außen tragen wird.

Warstein.. Dabei ist ihm vor allem eines ganz wichtig: „Ich werde ein Bürgermeister für alle Ortsteile sein. Und obwohl ich in Belecke wohne, ist mir Kirchturmdenken völlig fremd.“

Der Kandidatur des 48-Jährigen ist ein vergleichsweise langer Überlegungsprozess vorangegangen. „Bereits 2012 hat es erste Gespräche gegeben“, verrät der Jurist, der seit dreizehn Jahren den Stromkonzern RWE bei Verhandlungen mit den Kommunen berät: „Ich habe beruflich nur mit Bürgermeistern zu tun.“ Wohl auch deshalb hat ihn der Gedanke, selbst gestalten zu können und damit an vorderster Front etwas für seine Heimatstadt zu tun, nach anfänglichen losen Überlegungen am Ende nicht mehr losgelassen: „Ich habe gemerkt, dass ich daran Spaß habe.“ Und Thomas Schöne ist überzeugt, dass er diese Einstellung auch in die Verwaltung übertragen und die Mitarbeiter dort ebenfalls infizieren kann: „Wir müssen vor allem Mut haben, auch Undenkbares zu denken.“

Viel zu lange, so seine Beobachtung, herrsche in Warstein in vielerlei Hinsicht Stillstand; fehle es am nötigen Mut, Visionäres anzugehen und umzusetzen: „Ich will mich mit Herzblut und Leidenschaft einsetzen und mit dieser Begeisterung die Leute erreichen.“ Dass er seinen recht sicheren und vergleichsweise gut bezahlten Job in der freien Wirtschaft aufgeben und auf den Chefsessel des Rathauses wechseln möchte, liegt vor allem an zwei Grundeigenschaften: „Ich habe eine unwahrscheinlich große Heimatliebe und einen großen Gestaltungswillen.“ Mit diesen Kernkompetenzen will Schöne in den Wahlkampf ziehen. Im Idealfall, so seine Hoffnung, wird er die Wahl am 13. September schon für sich entscheiden. „Aber“, schmunzelt Schöne, „ich kann ja rechnen. Bei insgesamt sechs Kandidaten wird das mathematisch gesehen schwierig. Es läuft auf eine Stichwahl hinaus.“