Ein Geschenk mit tiefer Bedeutung

Aus dem zweidimensionalen Logo hat sich das dreidimensionale Gastgeschenk entwickelt: Begeistert sind Birgit Wüllner, Franz Eßfeld, Bernd Schrewe, Robert Pasitka, Franz-Josef Berghoff, Manfred Gödde und Margit Wulf (von links).Foto:Tanja Frohne
Aus dem zweidimensionalen Logo hat sich das dreidimensionale Gastgeschenk entwickelt: Begeistert sind Birgit Wüllner, Franz Eßfeld, Bernd Schrewe, Robert Pasitka, Franz-Josef Berghoff, Manfred Gödde und Margit Wulf (von links).Foto:Tanja Frohne
Foto: Tanja Frohne
Was wir bereits wissen
Das Herz für die Städtepartnerschaft zeigen die Warsteiner auch in Metall.

Warstein..  Ein Geschenk mit Symbolkraft sollte es sein, etwas, dass die tiefe Freundschaft zwischen den beiden Städten Warstein und St. Pol unterstreicht. Zeigen sollte dieses, dass die Städtepartnerschaft den Warsteinern am Herzen liegt – was lag also näher, als das Jubiläums-Logo, das ein Herz in den Farben der beiden Länder zeigt, in eine dreidimensionale Form zu bringen. Bis zur Realisierung rauchten den Kreativen bei der Werbeagentur Mues und Schrewe nicht nur ordentlich die Köpfe, es musste auch der richtige Mann für die Umsetzung gefunden werden – Franz Eßfeld hat dieses richtige Händchen für die kreative Metallgestaltung.

Erstaunen bei der Übergabe

„Das ist ein Geschenk, das schon etwas Besonderes ist und für Erstaunen bei der Übergabe gesorgt hat, weil es etwas nicht Alltägliches ist“, freute sich Bürgermeister Manfred Gödde. „Es strahlt Würde und Harmonie aus und eine gewisse Lebendigkeit – ein Stück Metall, bei dem man keinen Anfang und kein Ende sieht.“

Am Anfang stand das Logo. „Wir haben überlegt, wie man das, was wir im zweidimensionalen Raum entworfen haben, dreidimensional darstellen können“, erläuterte Bernd Schrewe. Weg gewollt habe man auf jeden Fall von der klassischen Denkmalidee. „Wir haben uns eine leichte, filigrane, windspielartige Dimension vorgestellt“, so Schrewe – doch dieses mehrere Meter hohe Objekt bereitete technische und finanzielle Probleme. „Also haben wir gesagt: Wir machen es eine Nummer kleiner.“

Von der Figur des Möbiusbandes ging man bei dem Entwurf aus, dieses wurde in eine Herzform gebracht. „Es steht symbolisch für das Zusammenwachsen der Kommunen und der Menschen, die in ihnen leben.“

Hingabe fürs Handwerk

Für die Realisierung des symbolträchtigen Kunstwerkes suchten Robert Pasitka und Bernd Schrewe jemanden, „der handwerklich mehr als gut ist, mit Hingabe an eine Sache heran geht und Spaß hat, etwas auszuprobieren.“ Denn das Projekt sei nicht ganz einfach gewesen. „Man hat bei Stahlblech hinterher wenig Möglichkeiten, etwas zu korrigieren. Das muss beim ersten Wurf stehen“, so Schrewe. Fündig wurden die Werbefachleute bei Eßfeld.

Der erläuterte gestern den Entstehungsprozess. „Man muss sich in eine solche Form reindenken. ich musste für mich gucken, welche Kanten ich schleifen muss, damit das Band zusammenpasst.“ Die Kontur musste im Vorfeld stimmen, bevor ans Schweißen und abschließende Schleifen gedacht werden konnte. „Das Schwierige ist die unregelmäßige Form“, erläuterte Pasitka. „Man musste testen, wie sich das Material verhält, damit es die richtige Kurve kriegt.“

Begeistert ist auch Birgit Wüllner, Vorsitzende der Warsteiner Europafreunde, von dem Möbiusherz. „Dadurch, dass wir die Farbe weggelassen haben, hat es noch eine abstraktere und tiefere philosophische Bedeutung.“