Ein dreifaches Helau für den neuen Prinzen

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Was wir bereits wissen
Oliver aus dem Hause Bernat wurde beim Kinderkarneval Belecke feierlich mit einer Parade und zahlreichen Raketen begrüßt

Warstein/Belecke..  Stufe eins: Klatschen. Stufe zwei: Auf den Boden stampfen. Stufe drei: Schreien! Und das am besten so laut wie es geht. Das lernten die Kinder beim Kinderkarneval des JuKa Belecke gleich zu Anfang des Programms.

Und schreien, das durften die kleinen Prinzessinen, Cowboys, Superhelden und Feen noch oft an diesem Nachmittag. So außergewöhnlich wie die Kostüme, so kreativ und spannend war auch das Bühnenprogramm, das der Karnevalsverein auf die Beine gestellt hatte. Begrüßt durch den Einzug der Prinzengarde, ging es gleich weiter mit der Kindergarde, verkleidet als poppendes Popcorn in der Tüte. Der Applaus war wild und laut. Das verdiente doch glatt ein dreifaches „Helau!“.

Donnerndes Helau

Semjon Ogrodowski und Vanessa Berghoff präsentierten daraufhin einen von insgesamt drei Sketchen, die sie einstudiert hatten. Auch das erntete ein donnerndes und dreifaches „Helau!“, bevor wieder getanzt wurde. Dann kündigte Christian Hoppe aber einen traurigen Moment an. Den Abschied von Prinz Philipp und seinen treuen Pagen. „Es war ein geiles Jahr“, sagte die scheidende Hoheit, „ich sage jetzt danke und spendiere ‘ne Runde Lakritz vonne Tanke.“ Lieber Herr Gesangsverein, das waren die letzten Worte, bevor die Prinzengarde abmarschierte um den neuen und noch unbekannten Nachfolger auf die Bühne zu holen. „Bitte ein paar Po-Längen Platz machen“, hieß es dann und schon ging es mit einer weiteren Tanzeinlage und bunten Glitzershirts aus aller Welt weiter mit dem Programm.

Prinzsein schon im Blut

„Wann kommt der neue Kinderprinz“, schrie ein kleiner Batman und riss sich vor Aufregung die Maske vom Gesicht. Jetzt! Seine Hoheit Prinz Oliver Bernat marschierte, gemeinsam mit seinen Pagen Sebastian Rummel und Julius Traud, in voller Montur in den Saal. Und das Prinzsein, das steckte ihm im Blut, so königlich wie er die Kappe trug.

Feierlich wurde sodann auch die Proklamation verlesen, in der er seine Tante Anja verpflichtete, einen karnevalistischen Kuchen zu backen und die 4A und 4B von Hausaufgaben befreite.

Hauptmann Benedikt Stark gratulierte mit seiner Prinzengarde und einem ganz besonderen Marsch, an dessen Ende kleine Drachen und Polizisten auf den Schultern der Garde sitzen durften.

Dann wurde es noch einmal ernst, denn „das Lästermaul Dieter“ und seine Kollegen riefen zum großen Supertalent-Wettbewerb aus. „Atemlos durch die Nacht“ konnte noch jedes Kind mitsingen und so schallte Helene Fischers Hit im Chor durch das Jugendheim. Der frisch gekürte Prinz Frank sollte „Traum“ von Cro zum Besten geben, erntete aber zahlreiche Buh-Rufe. Christian Hoppe gab zu, dass er das ganze Jahr für die Seilchen-Springen-Herausforderung geübt habe, schlug sich aber nicht gut, wohingegen Hauptmann Benedikt Stark Kunststücke mit dem Hula Hoop Reifen zeigte. Die Gewinner waren schlussendlich ein paar Tänzerinnen der Garde, die die volle Zustimmung der Jury erhielten. Zum Schluss wurde noch Polonaise getanzt.