Drewer ist ein Dorf im Wandel
21.02.2012 | 17:30 Uhr 2012-02-21T17:30:00+0100
Drewer.Die Schule ist geschlossen – aber im Gebäude hat sich eine Firma mit bundesweiter Kundschaft angesiedelt. Die Kneipe ist zu, dem Hubertushaus steht der Abriss bevor – aber in der Schützenhalle entstehen neue Räume für die Dorfgemeinschaft. Drewer ist ein Dorf im Wandel.
Es ist zehn Jahre her, da besuchte Heinrich Buttermann Drewer erstmals für die WDR-Kurzreportage „Mittendrin“. Im vergangenen Jahr waren alle Orte Südwestfalens bereist und seitdem geht es auf Wiedersehenstour. „Als Außenstehender bekommt man ja die Veränderungen in einem Dorf viel geballter zu spüren, als die Bewohner. Für sie handelt es sich eher um einen ständigen Prozess“, so Buttermann.
Nun ja, zu spüren ist vielleicht nicht ganz richtig. Der Reporter ließ sich vielmehr informieren, was sich im vergangenen Jahrzehnt in Drewer getan hat. Und das ist auf den ersten Blick nicht allzu erfreulich. Ortsvorsteher Bernd Cordes und Schützenoberst Dietmar Rinschede gehörten zu denen, die Heinrich Buttermann ins Bild setzten.
Vor zehn Jahren gab es noch eine Schule, eine Kneipe und zwei Läden im Dorf. Das alles ist Vergangenheit. „Drewer hatte viele Rückschläge zu verkraften“, fasste Buttermann zusammen. Die Schule wurde mit Beginn der Sommerferien 2006 wegen Schülermangels geschlossen. Doch vor rund einem Jahr zog neues Leben in das Gebäude ein. Michael Gärtner erwarb es für seine Firma Blaulichtverkauf und nutzt es als Lager und Werkstatt für das Aufarbeiten gebrauchter Signalanlagen.
Eine ganze Menge davon bekam das Fernsehteam in den Räumen zu sehen. Die praktische Nutzung aber wurde draußen anhand einer ganzen Reihe von DRK- und Feuerwehrfahrzeugen gezeigt, die eigens aus Geseke, Meschede und Anröchte gekommen waren. Sogar das neue Mannschaftstransportfahrzeug der Rüthener Feuerwehr, das erst am 2. März offiziell übergeben wird, war schon dabei.
Aber immerhin: Allen, die mit bundesweit dem Beschaffen von Blaulichtern zu tun haben, ist Drewer inzwischen ein Begriff. Das gilt auch für viele, die sich näher mit dem Thema Windkraft auseinandersetzen. Immerhin 13 der 46 Anlagen des größten Windparks Nordrhein-Westfalens stehen auf Dreweraner Gebiet. Klar, dass auch dort für einen kurzen Dreh vorbeigeschaut wurde. Ebenso in der Schützenhalle, die für Sport und Feste genutzt wird, in deren Untergeschoss aber neue Gemeinschaftsräume entstehen sollen.
Einen Schwerpunkt der Kurzreportage aber spielte – wie auch anders am Rosenmontag? – der Karneval. Cordes machte beim Frühstück in der Piratenhöhle klar, dass der kleine Ort im Karneval eine große Nummer sei. Nachdem noch Kinderprinz Tim Assinghausen als nächsten Drehort ausgelost hatte, ging es für die Dreweraner Karnevalisten nach Belecke zum Romo-Zug – und auch dort waren sie wieder mittendrin.
Der Fernsehbeitrag wurde schon am Montagabend gesendet, kann aber im Internet in der WDR-Mediathek abgerufen werden.
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