Doppelnamen

Erst neulich diskutierten die Kollegen in der Redaktion über Doppelnamen. Von den einen als unnötig befunden, sehen andere diese für viel Schabernak Raum bietenden Identifikations-Konstrukte ganz neutral. Ich selbst gehöre eher zu den einen. Sonst wäre der Text an dieser Stelle ja auch schon zu Ende. Ich habe bereits das Glück, einen meiner Meinung nach bemerkenswerten Nachnamen zu besitzen. Zumindest kommen meine Mitmenschen nicht umhin, ihn pausenlos zu bemerken.


Wie könnte man diesen Namen durch einen weiteren denn noch bemerkenswerter machen? Wie sie sehen, vermeide ich es bewusst, von „besser“ zu reden. Tatsächlich muss ich in meinem Umfeld aber nicht lange suchen, um jemanden zu finden, dessen Nachname den meinen perfekt ergänzen würde. Es ist – witziger Weise – meine eigene Freundin. Die heißt Wirth. Zusammen trügen wir also den Doppelnamen Kölsch-Wirth.


Wenn ich da so drüber nachdenke, könnten wir eine Kneipe eröffnen: „Zum Kölsch-Wirth“. Ach, hätte ich sie doch nur eher kennengelernt. Dann hätte ich mir das Studium geklemmt.