„Domviertel“-Mieter lassen auf sich warten

Stadtkirche St. Pankratius Warstein, Marktplatz, Luftbild von Warstein, Sauerland
Stadtkirche St. Pankratius Warstein, Marktplatz, Luftbild von Warstein, Sauerland
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Trotz aller Verzögerungen sieht Ernst-Dieter Drüke vom Planungsbüro Zakowski aus Arnsberg die Verhandlungen rund um das geplante „Domviertel“ in Warstein auf einem guten Weg.

Warstein..  „Es ist nicht so, dass ich sagen kann, es sei alles unter Dach und Fach“, erklärte er gestern im Gespräch mit der WESTFALENPOST, innerhalb der kommenden sechs bis acht Wochen rechne er jedoch mit ersten Ergebnissen. Derzeit liefen wieder intensive Gespräche mit möglichen Mietern. Von diesen Verhandlungen hatte Bürgermeister Manfred Gödde bereits in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am vergangenen Montag berichtet.

Konkurrenzdruck durch Internet

Nachdem ein Grundstück an der Dieplohstraße aus den Planungen herausgefallen war, hatte sich die Suche nach Mietern im vergangenen Jahr verzögert. Dennoch zeigten sich Zakowski und Drüke im Oktober im Stadtentwicklungsausschuss zuversichtlich, die Mieter für das Einkaufszentrum noch im Herbst bekannt geben zu können. Im November räumte Drüke gegenüber der WP dann ein, dass sich die Verhandlungen leicht verzögern würden. „Langsam ist die fürchterlich lange Weihnachtspause aber zu Ende“, schlug er gestern wieder optimistischere Töne an.

Eine Erklärung dafür, dass mögliche Mieter die Unterschrift herauszögern, sieht Ernst-Dieter Drüke in den sehr langen Entscheidungswegen innerhalb der Einzelhandelsunternehmen. „Die Konkurrenz von Internet und stationärem Handel ist ein ganz heißes Thema“, sagte er, „viele Unternehmen prüfen sehr viel länger als früher, ob sie sich wirklich zehn Jahre lang an einen Standort wie Warstein binden.“ Auch an anderen Orten im ländlichen Raum seien diese Probleme bekannt.