Domkarree wird nur in abgespeckter Version umgesetzt

Das frühere Bergenthal-Gelände
Das frühere Bergenthal-Gelände
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Domkarree bekommt ein anderes Gesicht als ursprünglich geplant. Der als Ankermieter vorgesehene Lebensmittel-Vollsortimentler ist abgesprungen

Warstein..  Ein neues, deutlich verkleinertes Konzept stellte das beauftragte Planungsbüro Zakowski aus Arnsberg am Dienstag im nicht-öffentlichen Teil des Stadtentwicklungsausschusses vor – mit weniger Einzelhandel, dafür umso mehr Wohnflächen.

Demnach ist der als Ankermieter vorgesehene Lebensmittel-Vollsortimentler in der vergangenen Woche abgesprungen, weil „die geplante Parkplatzsituation mit dem Geschäftskonzept des Unternehmens nicht vereinbar sei“, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt Warstein heißt. Damit seien die bisherigen Planungen nicht mehr realisierbar.

Stattdessen sollen neben den reduzierten Einzelhandelsflächen „medizinische und sonstige Dienstleister sowie hauptsächlich attraktive Wohnflächen das Projekt tragen und einen neuen gestalterischen Eckpunkt in der Warsteiner Innenstadt bilden“, schreibt die Stadt.

„Natürlich hätten wir lieber einen Plan vorgelegt bekommen, der uns gesagt hätte, dass wir in der kommenden Wochen mit dem Abbruch anfangen können“, zeigte sich Bürgermeister Manfred Gödde auf Anfrage der WESTFALENPOST enttäuscht. „Aber nach dem Wegfall des Grundstücks gibt es keine andere Möglichkeit mehr und damit müssen wir jetzt zufrieden sein.“

Vier bis fünf Einzelhandelsflächen bleiben übrig. „Auch größere“, versichert Gödde. „Und es sind auch noch verschiedene Interessenten da.“ Deren Wünsche wird Zakowski jetzt aufnehmen und in eine Planung überführen.

Ausschuss unterstützt Pläne

Der Stadtentwicklungsausschuss wird „die Arbeit der Zakowski Generalplanung weiter vollumfänglich unterstützen“, erklärt die Stadt. Es habe Einvernehmen geherrscht, dass die „große Lösung“ auf der noch vorhandenen Fläche nicht mehr umsetzbar sei, sagt Gödde: „Wir sind halt nicht das Zentrum Nordrhein-Westfalens.“

Zuvor hatte die SPD einen Antrag gestellt, die Zusammenarbeit mit dem Büro Zakowski zeitlich zu begrenzen, weil keine Fortschritte erkennbar seien. „Wir hatten schon so ein Bauchgefühl“, sagt Fraktionsvorsitzender Gerd Flaig. Von daher sei es richtig gewesen, den Antrag zu stellen, um Klarheit zu schaffen. „Über den Klartext sind wir erstaunt, aber gleichzeitig sind wir erfreut, dass es jetzt weiter geht.“

Bis zum Herbst werde das Arnsberger Büro nun eine genauere Planung entwerfen, glaubt Gödde. „Zakowski hat schon ordentlich Geld und Zeit in das Projekt investiert“, sagt Flaig, „das geht auch für ihn nicht bis in alle Ewigkeit.“