Die Technik sitzt auch noch nach Jahren

Belecke..  Für alle Beteiligten war es ein Riesenspaß: Zehn ehemalige Mitglieder der Belecker Judo-Abteilung, etliche unter ihnen aus der Gründerzeit der Abteilung in den frühen 1970er-Jahren, haben sich zu einem Wiedersehen an ihrer alten Wirkungsstätte, der Turnhalle der Realschule, getroffen. Der stellvertretende Abteilungsleiter Thomas Hoffmeister (5. Dan) hatte diese Revival-Initiative gestartet.

Viele Vorgespräche

Nach vielen E-Mails und Vorgesprächen war es dann endlich so weit: Selbst aus Bremen, Frankfurt, Puhlheim, Köln und Dortmund reisten frühere Belecker Judokämpfer an. Die nähere Umgebung war mit Aktiven aus Höxter, Geseke, Suttrop und Belecke vertreten.

Erstaunlich: Obwohl viele der früheren Aktiven heute zwischen 50 und 60 Jahre alt sind, hatten fast alle ihren Judoanzug dabei und standen bei einem lockeren Training unter der Leitung der Belecker Schwarzgurte Dirk Suykerbuyk, Thomas Risse und Thomas Hoffmeister auf der Matte.

Nicht nur zum Gucken

Hier wurden neben einem judospezifischen Aufwärmprogramm Techniken von früher wiederholt und neue Techniken vorgestellt. Klar war für alle Anwesenden, „wir sind nicht nur zum Judo gucken da, sondern auch zum Judo machen“.

Umso mehr freuten die Ehemaligen darüber, dass viele Techniken immer noch sitzen. Zu den Techniken gehörten Bodentechniken wie Haltegriffe und Angriffe gegen sich verteidigende Trainingspartner sowie Standtechniken, in denen der Partner mit Hilfe der Füßen oder unter Einsatz der Hüfte zu Fall gebracht wird. Unter großem Gejohle bewies Ingrid Steinbrecher, geb. Clasen, dass sie nichts verlernt hat, als sie den Belecker Schwarzgurt Thomas Risse mit einem perfekten Fußfeger (De-ashi-barai) von den Beinen holte.

„Das Wichtigste für uns ist, dass sich niemand verletzt“, sagte Seniorentrainer Thomas Hoffmeister, der bei der Auswahl der demonstrierten Technik darauf besonders geachtet hatte.

Technik-Demonstration

Die schweißtreibende Praxis-Einheit ging mit einer Judo-Demonstration zu Ende, bei der die beiden Belecker Thomas Hoffmeister und Dirk Suykerbuyk die Juno- und Koshiki-no-Kata vorführten, die bei den Prüfungen zum 4. und 5. Dan gezeigt werden müssen. Unter Kata versteht man eine festgelegte und namentliche bekannte Abfolge von Techniken, die den Übenden die Prinzipien hinter den Techniken vermitteln sollen.

Anekdoten beim Abendessen

Das Wiedersehen der Judofans klang mit einem gemeinsamen Abendessen und einem fröhlichen Beisammensein im Gasthof Hoppe aus. Dabei kamen viele Anekdoten aus alten, gemeinsamen Judo-Tagen aufs Tapet.