„Die Mischung hat uns gut gefallen“

Soest/Warstein..  Mehr als 100 Frauen verließen lächelnd den Alten Soester Schlachthof. „Dazwischen sein“, lautete das Thema des Aktuellen Forums, einer Veranstaltungsreihe des Diözesanverbandes Paderborn der Katholischen Deutschen Frauengemeinschaften (kfd). „Das war ein sehr unterhaltsamer Abend. Die Mischung hat uns gut gefallen“, hieß es bei den Anwesenden.

So richtig dazwischen fühlten sich die Besucherinnen bei den Berichten der Talkgäste, beim Verfolgen eines Schwarzlicht-Theaters und beim gemeinschaftlichen Singen und Tanzen mit der temperamentvollen Karaoke-Animateurin Anja Köhne-Volland. Zum Organisationsteam gehörten die Moderatorinnen Christa Mertens vom Diözesanverband und Susanne Heppe von der kfd Belecke sowie die örtlichen kfd-Frauen Doris Kühlenborg, Martina Schulte-Lennert und Ruth Fischer. Unterstützt wurden sie von Marita Hepping und Maria Schleyer vom Diözesanverband.

Die Moderatorinnen begrüßten Claudia Auffenberg aus Paderborn, Lektorin beim Bonifatius-Verlag und Redakteurin der Bistumszeitung „Der Dom“. Die witzigen, unverkrampften Eindrücke aus ihrem neuen Buch „Wie Gott mir, so ich dir“ sorgten beim Publikum für Verblüffung und Verzückung. „Alles hat mit allem zu tun und immer auch irgendwie mit Gott“, vertrat sie die Ansicht, dass in der Kirche zu wenig über Menschen gesprochen werde.

Erzählungen einer Leihoma

Gebannt folgten die Forum-Teilnehmerinnen den Erzählungen der Leih­oma Ursula Schmid aus Rietberg. „Sie fordert mich heraus. Wir sind glücklich miteinander. Ich möchte gern Menschen animieren, das Gleiche zu tun“, beschrieb sie sehr einfühlsam die Beziehung zu dem zehnjährigen Mädchen. In diesem Ehrenamt stehe der Sozialdienst katholischer Frauen hinter ihr, der vor fünf Jahren Unterstützung für die alleinerziehende Mutter des aufgeweckten Kindes mit dunklem Teint und Rastalocken gesucht hätte.

Nach dem Inklusionsmotto „Nicht über uns ohne uns“ kam die Religionspädagogin Irmgard Salmen in Begleitung von Jutta Schäfers und Marion Rauer. Die drei erzählten von einer Initiative des Erzbistums in Lippstadt. Sie schafft den Rahmen für ein besseres Verständnis bei der ehrenamtlichen Arbeit mit Behinderten. „Wir wollen nicht zuhause hocken. Wir wollen dazwischen sein“, gaben die Betroffenen einen Einblick in ihren schwierigen Alltag.

100 Jahre kfd in Hirschberg

„Was ist die kfd für dich?“ lautete das Thema einer Leinwand-Präsentation zur 100-Jahr-Feier der kfd in Hirschberg. Die Macherinnen Karin Mestermann und Waltraud Enste waren der Einladung gefolgt, noch einmal ihre Ideen von einer kfd vorzustellen, die für jede Frau jederzeit einen Stuhl dazwischen stellt. Wie sie in der kfd St. Patrokli Soest einen wunderbaren neuen Ort für ihre eigene Gruppe „Frauen mittendrin“ gefunden haben und wie sie sich fünf Jahre später im großen Frauenverband engagieren, erläuterten Ruth Fischer und Britta Hückelheim.

Höchsten Unterhaltungswert hatte ein Schwarzlicht-Theater-Projekt der Realschule Belecke unter der Leitung von Sportlehrerin Gudrun Haarhoff. Die Jugendlichen ernteten riesigen Applaus für die teils akrobatischen Aufführungen.