Die Linke von Gespräch ausgeschlossen

Warstein..  Dass nur die Ratsfraktionen zu dem Gespräch über die B 55n und die Warsteiner Vereinbarung bei Straßen NRW eingeladen worden sind, sorgt bei den Warsteiner Linken für Verärgerung. „Auch wenn wir keine Fraktion sind, haben wir im Stadtentwicklungsausschuss und im Rat mitzuentscheiden“, schreiben Manfred Weretecki und Hans-Otto Spanke in einer Stellungnahme. „Man schließt uns hiermit von der Meinungsfindung aus, da haben wir ein anderes als dieses seltsame Demokratieverständnis!“

Vorteile nur für Steinindustrie

Die Linke vermutet, dass ihre kritische Stimme bewusst nicht gehört werden möchte: „Vielleicht hat man Angst davor, dass wir Tacheles reden und die Wahrheiten offen aussprechen.“ Weretecki und Spanke fürchten, dass im Verborgenen Entscheidungen getroffen werden und „so versucht wird, die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen zu stellen, ohne dass diese überhaupt Tatsachen kennt“.

Die Warsteiner Vereinbarung brächte ohnehin nur der Steinindustrie Vorteile: „Es wird in der Warsteiner Vereinbarung weder ein Termin zum Bau der B 55n, noch einen Termin zum Ende des Steinabbaus geben.“ Unverständnis äußern die Linken über die anderen politischen Beteiligten, „warum sie solchen Schaden für die Zukunft der Stadt unbedingt herstellen oder mittragen wollen“.