Die Linke berät über eigenen BM-Kandidaten

Warstein..  Die Linke hält sich weiterhin die Möglichkeit offen, bei der Wahl im September einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten ins Rennen zu schicken. „Das haben wir noch nicht entschieden“, sagte der Sprecher des Ortsverbands, Manfred Weretecki, auf Anfrage der WESTFALENPOST. Noch im April finde eine weitere Sitzung des Ortsvorstands statt, in der die Frage noch einmal beraten werde.

Unter den bisherigen Kandidaten sei niemand, den Die Linke unterstützen könnte, erteilt Weretecki den derzeitigen Bewerbern von CDU und SPD, Thomas Schöne und Karl-Heinz Ricken, eine Absage.

Reibungspunkte mit SPD

Besonders verwundert zeigt er sich über die Kandidaten-Kür bei der SPD. „Ich sehe nicht, warum wir unbedingt einen Kämmerer als Bürgermeister brauchen“, erklärt der Linken-Sprecher, „einen Kämmerer haben wir schon, der ja offensichtlich auch gut darin ist, und da brauchen wir nicht noch einen.“ Wenngleich die SPD eigentlich die Partei sein sollte, die der Linken am nächsten steht, seien die Reibungspunkte mit den Sozialdemokraten derzeit besonders groß.

„Was die Partei vor Ort im Moment so macht, zum Beispiel in Hinblick auf die Steinindustrie, gefällt mir überhaupt nicht“, betont Manfred Weretecki, auch wenn er zu einzelnen Sozialdemokraten aus dem Stadtgebiet einen persönlich guten Kontakt pflege. „Aber es wird keine Unterstützung der Linken für den Bürgermeister-Kandidaten der SPD geben“, stellt er in aller Deutlichkeit fest.