„Der Wettbewerb ist knallhart“

Der Industriepark Belecke, aus der Luft.
Der Industriepark Belecke, aus der Luft.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Kommt das auswärtige Unternehmen, das sich für den Industriepark Belecke-Nord interessiert, tatsächlich? Die Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Belecke..  Noch ist unklar, ob das auswärtige Unternehmen, das sich für einen Standort im Industriepark Belecke interessiert, die anvisierten 25 000 Quadratmeter Gewerbefläche tatsächlich kauft. Die sich außerhalb Nordrhein-Westfalens befindende Holding, zu der das Unternehmen gehört, hat der Stadt Warstein bisher keine Entscheidung mitgeteilt.

„Wir warten derzeit auf eine Rückmeldung“, sagt Wirtschaftsförderer Alfred Bathe auf Anfrage der WP. Die Firma mit aktuell 65 Mitarbeitern hatte Anfang des Jahres Interesse bekundet, ihren Standort nach Belecke zu verlegen (wir berichteten). Für die Ansiedlung des Unternehmens, dessen Namen die Verwaltung vor einem Vertragsabschluss nicht bekannt geben will, müsste das Gewerbegebiet in Richtung des Haarweges 35 Meter erweitert werden (siehe Infokasten).

Logistikunternehmen angesiedelt

Vergangene Woche hat die Stadt im südlichen Teil des Industrieparks eine Fläche von 2000 Quadratmetern an ein Unternehmen aus dem Logistikbereich verkauft. Alfred Bathe freut das, er macht jedoch auch keinen Hehl daraus, dass die größeren Flächen natürlich interessanter sind: „Diese kleinen Ansiedlungen brauchen wir, aber so ein Unternehmen wie das, was derzeit noch überlegt, ist natürlich eine andere Hausnummer, allein was die Arbeitsplätze angeht.“ Dem Industriepark Belecke komme in der städtischen Immobilienvermarktung eine besondere Rolle zu: „Das ist das zentrale Gewerbegebiet für die gesamte Stadt. Dort haben wir drei Vorteile: Lage, Lage und Lage“, erklärt Bathe. Die Nähe zu der Autobahn 44 sei entscheidend, zudem müsse man nicht erst durch Wohngebiete fahren, wenn man das Gewerbegebiet von der Autobahn aus erreichen wolle. Aber: „Der Wettbewerb ist knallhart. Die ganz großen Unternehmen bleiben meist in der Rheinschiene hängen, kommen vielleicht bis Dortmund oder mal bis Hamm. Bis zu uns wird es da schon weniger.“ Umso mehr setzt der städtische Wirtschaftsförderer auch darauf, dass bereits angesiedelte, heimische Unternehmen Warstein treu bleiben – auch bei einer möglichen Erweiterung.

„Das darf man natürlich nicht aus den Augen verlieren, dass wir Platz haben müssen, wenn ein heimisches Unternehmen sich erweitern will“, so Bathe. Dieser Platz sei ausreichend vorhanden. Die östliche Erweiterung des Industrieparks Belecke hat rund 80 000 Quadratmeter zusätzlich gebracht und auch im Enkerbruch seien noch Grundstücke verfügbar. Lediglich das Gewerbegebiet Wiebusch sei komplett besiedelt.