Der Affe hat hinterm Steuer nichts zu suchen

Warstein..  Masken und Kostüme gehören zum Karneval wie Kamelle und Umzüge. Für verkleidete Autofahrer gibt es allerdings keine Narrenfreiheit. Wer sich verkleidet hinters Steuer setzen möchte, muss darauf achten, dass sein Kostüm weder seine Sicht oder das Gehör beeinträchtigen; andernfalls droht ein Bußgeld von 10 Euro. Zudem muss der Fahrer sich trotz Verkleidung uneingeschränkt bewegen können. Der Schulterblick oder eine schnelle, unvermittelte Reaktion müssen genauso wie Lenken oder Einparken jederzeit ungehindert möglich sein. Wer nicht sicher ist, ob seine Kostümierung „fahrtauglich“ ist, kann vor der Fahrt ein Probesitzen hinterm Steuer machen. Wenn Beweglichkeit, Reaktion oder Sicht eingeschränkt sind, bleibt das Auto besser zu Hause.

Ein eigenes Kapitel sind Masken und große Kopfbedeckungen: Wer als Monster, Affe oder mit einer anderen Vollmaske unterwegs ist, sollte sie beim Autofahren abnehmen. Pappnasen oder kleine Perücken hingegen stören in der Regel nicht.

Grundsätzlich ist es sicherer, dass Karnevalisten, die auf ihr Auto nicht verzichten wollen, ihre Verkleidung erst vor Ort anziehen, damit sie ungestört fahren können.

Bedenken sollte man auch: Gerade in der Karnevalszeit setzt die Polizei vermehrt auf Verkehrskontrollen. Strafbar macht sich bereits, wer mit mehr als 0,3 Promille Alkoholgehalt im Blut Auto fährt und Anzeichen von Fahrunsicherheit aufweist oder einen Verkehrsunfall verursacht. Ab 0,5 Promille begehen Autofahrer in jedem Fall eine Ordnungswidrigkeit – ganz gleich ob Anzeichen von Fahrunsicherheit vorliegen oder gar ein Unfall geschieht.

Da niemand den eigenen Alkoholpegel kennt und sich auch nicht an Grenzwerte herantrinken sollte, rät die Deutsche Verkehrswacht Befolgung der Devise „Wer fährt, trinkt nicht“. Noch besser ist es, an den tollen Tagen auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi umzusteigen.